Mit dem Waveboard über die Straßen

Benjamin Schrader ganz cool mit seinem Streetsurfing-Board.

Slalom fahren, über Bordsteine springen und sich in Windeseile einmal um sich selbst drehen: Benjamin Schrader düst mit einem schmalen Brett unter den Füßen durch die Gegend.

Slalom fahren, über Bordsteine springen und sich in Windeseile einmal um sich selbst drehen: Benjamin Schrader düst mit einem schmalen Brett unter den Füßen durch die Gegend.

Auf den ersten Blick sieht es aus wie ein Skateboard - also ein Brett mit vier Rollen, auf das man sich draufstellt und Kunststücke macht. Aber das ist es gar nicht. Es ist ein Streetsurfing-Board. Das heißt so viel wie: ein Brett, um über Straßen zu surfen. Das Brett nennt man auch Waveboard.

Es hat nur zwei schmale Rollen, die sind so ähnlich wie die von Inlineskates. Das Waveboard setzt sich aus zwei Platten zusammen - diese sind in der Mitte verbunden. "Dadurch ist das Brett nicht ganz so fest", erklärt Benjamin Schrader. Daran muss man sich erst gewöhnen. "Dann macht es aber richtig viel Spaß", sagt der 24-Jährige aus Bad Sassendorf in Nordrhein-Westfalen. ""Schließlich kann man damit dann auch lustige Tricks machen."

Dass das Brett in zwei Platten geteilt ist, hat noch einen anderen Vorteil, erklärt eine Fachfrau: "Die beiden Standplatten sind durch eine spezielle Stange miteinander verbunden." Diese Stange ist so gebaut, dass das Brett nicht einfach wie ein Skateboard ruhig und geradlinig fährt. "Durch dieses Verbindungsstück fährt das Brett in Wellenbewegungen." Wenn man also draufsteht, schlingert es immer ein bisschen hin und her.

Was daran gut sein soll? "Dadurch, dass das Brett sich immer weiter bewegt, muss man sich nicht wie beim Skateboard immer wieder mit einem Fuß abstoßen und neu Schwung holen", sagt die Expertin. Man muss sich nur einmal mit einem Fuß abstoßen. "Das Brett fährt dann beinahe von alleine weiter."

Brett, Helm und Schützer: Was man so braucht

Für das Streetsurfing brauchst du erst einmal das richtige Brett. Logisch. Das Brett heißt Waveboard. "Board" ist das englische Wort für Brett, "to wave" heißt auch sich hin- und herbewegen. Die Bewegung ist ja wacklig. Für Kinder gibt es spezielle Bretter, die etwas kürzer sind als die für Jugendliche und Erwachsene. So ein Brett ist allerdings ganz schön teuer. Es kostet etwa 130 Euro, manche Bretter sind billiger, manche kosten mehr. Wichtig sind natürlich auch ein Helm und Schoner für die Ellenbogen, die Knie und die Hände. Wer mag, kann sich noch Rollen besorgen, die beim Fahren leuchten.

So übst du mit dem Streetsurfing-Brett

Wenn du schon Skateboard fahren kannst, kommst du mit dem Streetsurfing-Brett bestimmt auch schnell klar! Aber auch sonst kannst du Streetsurfing einfach lernen:

- Aufsteigen: Um losfahren zu können, stellst du zuerst einen Fuß auf die vordere Platte des Brettes. Damit kippst du das Brett aufrecht. Also so, dass es jetzt nur noch auf den beiden Rollen steht. Dann stößt du dich mit dem zweiten Fuß vom Boden ab und springst mit dem Fuß auch auf das Brett - los geht's!

- Fahren: Du brauchst dich meist nicht wieder abstoßen. Du bleibst einfach mit beiden Füßen auf dem Brett stehen. Um Schwung zu kriegen, bewegst du dich auf dem Brett - und wackelst etwa mit den Hüften.

- Kurven: Um eine Kurve zu fahren, musst du die vordere Platte des Brettes in die Richtung kippen, in die du fahren willst. Wenn du also beispielsweise nach links willst, kippst du den vorderen Fuß etwas nach links. Dann rollt das Brett auch nach links.

- Absteigen: Wenn du genug hast, dann kippe das Brett mit beiden Füßen so weit nach vorn, dass es mit der Kante den Boden berührt. Das Brett bleibt so automatisch liegen - und du kannst absteigen. Du musst allerdings etwas aufpassen. Denn wenn du gerade richtig schnell unterwegs warst, gibt es vielleicht einen plötzlichen Ruck.

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