Wählen - Was soll das eigentlich?

Ein Mann bereitet schon mal die Wahlurnen vor. Hier kommen die Stimmzettel rein.

Plakate mit Leuten drauf, die für eine bestimmte Partei werben. In diesem Jahr wirst Du diese Wahlplakate in einigen Bundesländern überall sehen. Und an einem bestimmten Tag gehen dann die Menschen zur Wahl. Was passiert da eigentlich?

Geduldig stehen die Leute in der Schlange... und warten, bis sie dran sind, ihre Kreuze zu setzen. Ende Februar wählten die Menschen in Hamburg. Es ging darum, wer sie regieren soll. Die Leute in der Stadt in Norddeutschland waren die ersten, die das in diesem Jahr durften. Auch in weiteren sechs Bundesländern werden in diesem Jahr die Regierungen bestimmt. Als nächstes sind am Sonntag die Wähler in Sachsen-Anhalt dran.

Doch warum laufen die Menschen los und wählen? Können die Politiker nicht einfach unter sich ausmachen, wer das Sagen hat? Nein, nicht in unserem Land. Denn wir leben in einer sogenannten Demokratie. Die Idee dabei: Alle dürfen mitbestimmen, welche Regeln im Land gelten und wer die Macht hat.

Das heißt aber auch, Millionen Menschen reden mit. Allerdings würde es ein riesiges Durcheinander geben, wenn alle zum Beispiel im Bundestag oder im Parlament des Landes sitzen würden. Auch deshalb schicken sie Vertreter. Und dazu braucht man Wahlen. Dabei können die Menschen darüber abstimmen, wer für eine gewisse Zeit ihre Interessen vertreten soll.

Zur Wahl stehen Parteien oder Personen. Sie versuchen, vor der Wahl möglichst viele Wähler für sich und ihre Ideen zu begeistern. Die Wahl selbst ist eine echte Geheim-Sache. Denn in einer Demokratie ist sie immer freiwillig und geheim. Das heißt: Niemand darf zum Wählen gezwungen werden. Man darf auch niemanden unter Druck setzen, damit er etwas Bestimmtes wählt. Keiner muss verraten, für wen er gestimmt hat.

Deshalb wählt man in einer Wahlkabine. Dort setzen die Wähler auf einem Wahlzettel ihre Kreuzchen. Den Zettel werfen sie dann durch einen Schlitz in eine verschlossene Box. Die nennt man Wahlurne. Hinterher weiß niemand mehr, welcher Zettel von wem stammt.

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