Vorsicht, fiese Tippfehler

Wachsam sein: Schon bei einem falschen Buchstaben kannst du auf Internetseiten landen, auf denen du Geld ausgeben sollst.

Blitzschnell fegen die Finger über die Tasten und tippen die Buchstabe der Lieblingswebseite ein. Schnell noch „Enter“ gedrückt und dann sollte die Seite auf dem Bildschirm erscheinen. Doch was ist das? Statt der gewünschten Seite taucht eine ganz andere auf.

Das passiert, wenn du dich beim Tippen vertust und einen falschen Buchstaben erwischt oder einen zuviel in die Homepage-Adresse einbaust. Denn nicht immer landest du dann auf einer Fehler-Seite. Es kann dir auch passieren, dass eine Website auftaucht, zu der du gar nicht wolltest.

Etwa, wenn du statt www.google aus Versehen www.googhle eingibst, weil beim Drücken der „G“-Taste gleich noch das danebenliegende „H“ mit in die Adresse rutscht. In diesem Fall landest du auf einer Internetseite, die wie eine Suchmaschine aussieht. Aber Vorsicht: Die Seite sieht zwar aus, als würde sie dir Antworten auf deine Suchanfrage liefern. In Wirklichkeit leitet sie dich jedoch auf Internetseiten, auf denen du etwas kaufen sollst.

Denn genau damit verdienen diese Seiten Geld: Kommst du durch einen Tippfehler auf solch eine Seite und klickst etwas an, klingeln bei den Betreibern die Kassen. Sie bekommen also eine Art Vermittlungshonorar. Du aber bist deinem Ziel kein Stückchen näher gekommen.

Das passiert im Internet ziemlich häufig. Sogar einen Namen hat das Ganze: „Typosquatting“, auf Deutsch also in etwa „Besetzen von Tippfehlern“. Davon sind nicht nur Suchmaschinen betroffen, sondern allerlei bekannte Internetseiten, die viele Nutzer besuchen. Auch Webseiten für Kinder wie etwa barbie.com, disney.com und lego.com.

Landest du durch einen Tippfehler auf solch einer Vermittlungsseite, ist das natürlich ärgerlich, aber nicht weiter tragisch – du kannst ja die Adresse noch einmal richtig eingeben. Gefährlich wird es, wenn du durch einen Tippfehler auf einer täuschend echt aussehenden Kopie der eigentlichen Seite landest. Gibst du auf solch einer Kopie deine Passwörter oder private Informationen über dich ein, werden die unter Umständen an Kriminelle weitergeleitet.

Auf solchen Seiten kann es dir auch passieren, dass dir ein Virus auf dem Rechner gespeichert wird – ohne dass du es merkst. Dagegen schützt ein aktuelles Antivirenprogramm und eine gute Firewall.

Übrigens: Um den Schummel-Seiten keine Chance zu geben, melden viele Unternehmen neben ihrer richtigen Adresse gleich mehrere Webadressen mit Tippfehlern an und leiten diese dann zu der richtigen Internetseite um.

Von Marie Klement

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