Voll im Trend: Campen im Schnee

Campen im Schnee: Annika Bertels füttert Sohn Felix im Wohnwagen.

Schnee, überall Schnee und dazwischen Wohnwagen. Die stehen auf dem Campingplatz in Winterberg nicht einfach nur so herum. Sie sind bewohnt - von Wintercampern.

"Hier ist jetzt die Hölle los", sagt der Platzwart vom Campingpark Hochsauerland in Nordrhein-Westfalen. Je mehr es schneit, desto voller wird's auf dem Platz. Denn der liegt direkt an der Skipiste. Die Leute machen hier Urlaub und manche fahren Ski.

So auch Familie Bartels. Der Vater steht vor seinem Wohnwagen knietief im Schnee und schaufelt den Weg frei. Ein Windstoß weht pudrigen Schnee vom Dach des Caravans, es sind minus vier Grad draußen. Die kalten Temperaturen stören die Familie nicht beim Campen. "Dann ist es im Wohnwagen erst richtig gemütlich."

"Früher war das anders", sagt ein Experte. Damals waren die Wohnwagen noch nicht so gut abgedichtet und die Wärme hielt sich nicht im Inneren. Da sei es vorgekommen, dass die Leute über Nacht bei minus 25 Grad mit den Haaren an der Fensterscheibe festgefroren waren. Heute sind die Wohnwagen immer besser ausgestattet. Trotzdem ist Wintercampen nicht jedermanns Sache.

Schließlich muss man etwa zum Duschen oft raus aus dem Warmen und zum Waschhaus laufen. Das schreckt Familie Roloff aber nicht ab. "Das ist doch gerade das Schöne am Campen", sagt Heike Roloff. "Dass man raus kommt. Das ist Freiheit."

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