Viele Milliarden Euro für Griechenland

Griechenland hat massenweise Schulden aufgetürmt.

110 Milliarden Euro. Auf so viel Geld kann Griechenland hoffen, um seine hohen Schulden zu bezahlen. 110 Milliarden Euro - das ist eine Zahl mit ganz schön vielen Nullen: 110 000 000 000.

Den größten Teil der Hilfen will die Europäische Union aufbringen. Das ist ein Staatenbündnis, zu dem auch Deutschland gehört. Allein die deutsche Regierung will mehr als 22 Milliarden Euro geben. Noch in dieser Woche sollen die Hilfen eingetütet werden. Unter anderem muss der Bundestag vorher zustimmen.

Warum so viel Geld für Griechenland? Dem Land am Mittelmeer geht es richtig schlecht. Es hat massenweise Schulden aufgetürmt und kommt alleine aus seinem Schlamassel nicht mehr heraus. Wenn es pleitegeht, könnte das auch die Wirtschaft in anderen europäischen Ländern runterziehen. Und die gemeinsame Währung - den Euro - sehr schwächen. Deshalb bekommt Griechenland so viel Unterstützung.

Das Geld gibt es allerdings nicht komplett sofort, sondern über drei Jahre verteilt. Und Griechenland bekommt nichts geschenkt. Das Land muss das Geld irgendwann wieder zurückzahlen.

Damit es das auch schafft, muss die Bevölkerung den Gürtel sehr viel enger schnallen. Die griechische Regierung hat strenge Sparpläne ausgearbeitet. Unter anderem werden die Gehälter von Leuten gekürzt, die für den Staat arbeiten. Und viele Steuern, also Abgaben an den Staat, werden steigen. Außerdem sinken die Renten.

Viele Griechen stinksauer: Streiks und Proteste

Viele Griechen sind sehr unzufrieden mit den Sparplänen ihrer Regierung. Sie sind unter anderem wütend, weil die Politiker nicht immer die Wahrheit gesagt haben, wie schlecht es um die Wirtschaft in dem Land steht.

Außerdem finden sie, dass die Regierung mit ihrem Geld oft nicht sorgsam umgegangen ist. Nun muss die Bevölkerung die Krise ausbaden. Das finden viele unfair. In den nächsten Tagen wollen deshalb viele Leute streiken, zum Beispiel bei der Müllabfuhr und an den Flughäfen. Schon in den letzten Monaten gab es immer wieder Proteste und Streiks. (dpa)

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