Viele Leute enttäuscht über Rede des US-Präsidenten

Viele Menschen fanden die Rede von Obama nicht gut. Sie wollen, dass er mehr tut.

Je mehr Öl ins Meer sprudelt, desto größer wird der Ärger: Viele Menschen in den USA sind sauer und verzweifelt, weil das Öl-Drama vor ihrer Küste kein Ende nimmt.

Vor rund acht Wochen ist hier eine Bohrinsel explodiert. Seitdem strömt tonnenweise giftiges Öl ins Meer. Die Versuche, es zu stoppen, haben bisher nicht richtig geklappt.

Der US-Präsident Barack Obama steht deshalb stark unter Druck. Viele erwarten, dass er die Krise in den Griff bekommt. Am Dienstagabend hielt er deshalb eine wichtige Rede zu dem Thema. Obama versuchte darin klarzumachen, dass er die Lage sehr ernst nimmt. "Täuschen Sie sich nicht: Wir werden diese Ölpest mit allem bekämpfen, was wir haben, und so lange, wie es nötig ist", sagte Obama in der Rede, die im Fernsehen übertragen wurde.

Und er zählte auf, was seine Regierung bisher gegen die Ölpest unternommen hat. Viele Kritiker finden nämlich, dass Obama sich bisher nicht richtig angestrengt hat. Und dass er sich gegen den Betreiber der Bohrinsel, den Ölkonzern BP, nicht genug durchsetzt.

In seiner Rede sagte Obama, dass der Ölkonzern die Verantwortung für die Katastrophe übernehmen muss. "Wir werden BP für den Schaden zur Kasse bitten, den das Unternehmen verursacht hat", sagte Obama.

Experten sagen: Für Obama ist es sehr wichtig, sein Volk zu beruhigen und Stärke zu zeigen. Denn es geht nicht nur ums Öl, sondern auch um seine Macht. Deshalb hatten viele eine mitreißende Rede erwartet - und waren enttäuscht. Sie meinen: Obama erklärte nicht genau, wie er die Krise bewältigen will. Und seine Rede hatte keinen Schwung.

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