Viel Geld soll Haiti wieder auf die Beine helfen

Viele Schulen sind nur noch Zelte: Haiti braucht weiter viel Hilfe.

Mehr als sieben Milliarden Euro. So viel Geld haben Regierungen und Gruppen aus aller Welt dem Inselstaat Haiti versprochen. Denn Haiti braucht Hilfe.

Dort wackelte im Januar heftig die Erde. Viele Menschen starben und Häuser und Straßen gingen kaputt. Nun muss der Staat im Karibischen Meer neu aufgebaut werden. Deshalb trafen sich am Mittwoch wichtige Leute aus vielen Ländern in New York in den USA. Sie besprachen, wie sie helfen können. Viele sagten Geld zu, auch Deutschland. Am meisten wollen die USA, Venezuela in Südamerika und eine große Bank geben. Marion Aberle erzählt, wofür das Geld gebraucht wird. Sie arbeitet für die Welthungerhilfe in Bonn in Nordrhein-Westfalen.

Wofür braucht Haiti Hilfe von so vielen Ländern?

Marion Aberle: Das Erdbeben auf Haiti hat das Land bis ins Mark erschüttert. Es hat riesige Schäden gegeben. Viele Menschen sind von den kaputten Städten aufs Land geflohen. Es muss viel Geld ausgegeben werden, um Gebäude wieder aufzubauen, Straßen zu reparieren und den Menschen wieder auf die Beine zu helfen. Haiti ist eines der ärmsten Länder der Welt. Viele Menschen dort haben nicht genug Geld, um sich Essen zu kaufen. Mit dem Geld will man die Menschen dort unterstützen, dass sie beispielsweise mehr Reis anbauen können. Damit können sie dann sich und ihre Familien ernähren.

Was ist außerdem noch zu tun?

Marion Aberle: Man müsste ganz dringend aufforsten, also neue Bäume pflanzen. In Haiti gibt es nämlich nur noch ganz wenige Bäume. Die meisten wurden abgeholzt. Wenn es regnet, wird die Erde dann weggeschwemmt. Das ist ein großes Problem, denn dann wächst da gar nichts mehr. Wenn man aber Mangobäume anpflanzt, schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen hat man wieder Bäume, deren Wurzeln die Erde zurückhalten. Zum anderen haben die Menschen ein Produkt, nämlich Mangos. Diese können sie entweder essen oder verkaufen. Mit diesem Geld können sie Kleidung oder das Schulgeld ihrer Kinder bezahlen.

Wie geht es den Kindern auf Haiti?

Marion Aberle: Gerade für Kinder ist diese Situation hart. Oft sind ihre Häuser kaputt und sie müssen übergangsweise in Zelten leben. Jetzt kommt auch noch die Regenzeit und macht alles schwieriger. Deswegen ist es so wichtig, dass genug Geld zusammenkommt und die Länder Haiti auch längerfristig zur Seite stehen. Alles muss sorgfältig aufgebaut werden. Besonders die Häuser müssen so aufgebaut werden, dass sie bei einem neuen Erdbeben oder Sturm nicht wieder einstürzen.

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