Öl verseucht weiter die Natur

Drei Wochen dauert der Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko schon.

Es blubbert und blubbert: Seit etwa drei Wochen strömen riesige Mengen Erdöl ins Meer. Grund dafür ist eine Bohrinsel, die vor der Südküste der USA explodierte und unterging.

Es ist eine große Katastrophe, dass seitdem ständig Öl ins Meer fließt. Denn das schmierige Zeug ist unter anderem schädlich für Fische und Vögel. Zwar hat man inzwischen schon probiert, das Öl zu stoppen - aber ohne großen Erfolg.

Jetzt versuchen Experten, mit einer anderen Methode das Ausströmen des Öls am Meeresboden in den Griff zu bekommen. Von einem Schiff aus soll ein sehr langes Rohr ins Wasser gelassen werden. Die Fachleute planen es dann unten an ein abgerissenes Rohr anzuschließen. Damit würde das meiste Öl abgefangen, hoffen sie. Denn durch die lange Verbindung könnten sie die schmierige Flüssigkeit in das Innere eines Schiffes pumpen.

Doch nicht nur tief im Meer, sondern auch an der Wasseroberfläche versuchen die Experten, das Öl aufzuhalten. Dazu sprühen sie mit Flugzeugen eine Flüssigkeit auf das Wasser. Diese soll das Öl in kleine Tröpfchen zersetzen. Kritiker sagen aber, dass das Öl dann nur nach unten absinkt. Damit ist es zwar an der Oberfläche nicht mehr zu sehen - im Wasser ist es aber weiterhin. Und dies sei dann für die Tiere und Pflanzen unter Wasser schlimm.

Auch für die Fischer ist das Öl ein riesen Drama. Denn sie leben vom Fischfang. Doch der ist im Moment an vielen Orten verboten. Die Fische schlucken das Öl und sollen deshalb nicht gegessen werden. Weil sie nicht fischen und den Fang verkaufen dürfen, verdienen die Fischer weniger Geld. Sie fordern deshalb, dass ihnen der Schaden ersetzt wird.

Kommentare