Urin und Asche: Waschmittel der Antike

Zahlen für den Klobesuch: Kaiser Vespasian erfand eine Urinsteuer.

Wäsche waschen mit Urin und Asche?! Früher machte man das so!

Waschmittel gibt es nämlich nicht erst seit der Erfindung der Waschmaschine. Seit Jahrtausenden schon haben die Menschen Mittel und Wege gefunden, um ihre Kleidung von Schmutz zu befreien. Eines der ersten Waschmittel zum Beispiel bestand wohl aus Fett und Asche, sagen Fachleute. Auf einer Tontafel von vor mehreren tausend Jahren steht nämlich geschrieben, wie die Menschen daraus so was wie Seife zubereiteten.

Die alten Römer wuschen ihre Wäsche auf ganz besondere Art und Weise: Sie nutzten dazu menschlichen Urin! Aus heutiger Sicht scheint das ziemlich eklig, aber tatsächlich war das ziemlich schlau. Denn die Römer nahmen Urin, den sie vorher vergoren hatten.

Beim Verfaulen des Urins entsteht eine chemische Substanz, die gut Schmutz entfernt. Die Wäscher verdienten mit dieser Waschmethode so viel Geld, dass der damalige Kaiser Vespasian eine Urinsteuer erhob! Wenn jemand aufs Klo musste, musste er diese Urinsteuer bezahlen.

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