Ein uralter Witz: der Aprilscherz

Ab und zu Scherze sind doch super.

Was hast du denn gemacht? Deine Haare sind ja ganz grün! Wenn dir jemand so etwas am Donnerstag erzählt, ist Vorsicht angesagt.

Denn wenn du jetzt erschrocken vor den Spiegel stürmst, lacht der andere vermutlich: April, April! Reingelegt. Stimmt ja gar nicht. Am 1. April flunkern viele Leute, was das Zeug hält. So wollen sie anderen einen kleinen Streich spielen, besser gesagt: sie in den April schicken. Das ist ein uralter Brauch, den es in Deutschland und anderen Ländern schon seit einigen Hundert Jahren gibt.

Woher der Brauch kommt, weiß man allerdings nicht. Es gibt nur viele Vermutungen. Einige sagen: Bei der Flunkerei am 1. April geht es viel darum, andere zu täuschen. Deshalb könnte der Brauch mit einem römischen Fest zu tun haben, das die Menschen vor sehr langer Zeit zu Ehren ihrer Götter feierten. Dabei war es wohl üblich, anderen Leuten kleine Streiche zu spielen.

Andere sagen: Der Brauch, jemanden in den April zu schicken, könnte von alten Bräuchen im Frühling stammen. Derjenige, der sich veräppeln lässt, steht für den Winter. Der Frühling, der das Ruder übernimmt, macht sich über den Winter lustig. Er schickt ihn hin und her und vertreibt ihn endgültig. Für andere ist die Erklärung einfacher: Die Aprilscherze haben mit dem oft launischen Wetter in dem Monat zu tun, meinen sie.

Andere sagen: Der 1. April galt in früheren Zeiten lange als absoluter Unglückstag. Das war auch im christlichen Glauben so. Wer sich an diesem Tag zum Narren machte, konnte sich auf diese Weise vielleicht vor dem Teufel schützen, vermuten einige Leute. Und so könnte der Brauch entstanden sein, sich gegenseitig auf die Schippe zu nehmen.

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