Uralte Knochen in Südafrika gefunden

Unsere Vorfahren gibt es wohl schon viel länger als wir gedacht haben.

Einigen Forschern ist ein spektakulärer Fund gelungen: Inmitten einer Höhle entdeckten sie die uralten Knochen eines Jungen und einer Frau.

Die Höhle liegt in der Nähe der Stadt Johannesburg in Südafrika. In der Gegend wurden schon viele Millionen Jahre alte Sachen wie Tiere oder Überreste von Menschen entdeckt. Dieser Fund ist für die Wissenschaftler aber etwas ganz Besonderes. Denn bei dem Jungen und der Frau handelt es sich um eine neue Vormenschenart, die man davor noch nicht kannte. Die beiden könnten mögliche Vorfahren von uns Menschen sein.

Als die Wissenschaftler die Knochen ganz genau unter die Lupe nahmen, fanden sie spannende Dinge heraus: So hat der Junge, der vor knapp zwei Millionen Jahren lebte, nachts wohl auf Bäumen geschlafen, glauben die Forscher.

Kräftige Hände und lange Arme, um sich an den Bäumen hochzuziehen, hatte er jedenfalls. Tagsüber lief er ganz normal auf zwei Beinen durch die Gegend, sagen Forscher. Auf seinem Speiseplan standen vermutlich Früchte. Über ihre spannende Entdeckung haben die Forscher jetzt in einem speziellen Fachmagazin berichtet.

Das genaue Alter des Jungen wissen die Experten aber nicht. Sie schätzen, dass er nur etwa zehn Jahre alt wurde. Denn dann fiel er wohl in die tiefe Höhle und starb - vermutlich hatte er dort Wasser gesucht. Genauso erging es auch der Frau. Ob die etwa 30-Jährige seine Mutter ist, konnten die Experten aber bisher nicht herausfinden.

Mittlerweile haben die Forscher übrigens noch weitere Knochenteile in der Höhle gefunden - sie gehören wohl zu einem Kleinkind und einem Erwachsenen. Ihre neue Entdeckung nannten die Forscher übrigens "Australopithecus sediba" - "sediba" bedeutet so viel wie Quelle oder Brunnen.

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