Ur-Fische siebten Nahrung aus dem Wasser

So soll der 70-Millionen-Jahre alte Knochenfisch ausgesehen haben.

Vor sehr langer Zeit gab es Ur-Fische, die rissen ihr Maul weit auf. So strömte ganz viel Wasser in ihren Mund. Und mit dem Wasser kam auch Nahrung hinein. Die Fische siebten die Beute dann aus dem Wasser raus.

Bislang dachten viele Forscher, dass es diese uralten meterlangen Fische nur eine recht kurze Zeit gab. Danach sei die Filtertechnik bei so großen Fischen meist verschwunden. Man kann sich das so vorstellen, dass die Natur damit etwas ausprobiert hatte - und das Experiment war nicht sehr erfolgreich.

Doch jetzt berichten britische Forscher in einer Fachzeitung: Das stimmt nicht. Es gab solche Ur-Fische unheimlich lange, nämlich rund 100 Millionen Jahre. Sie lebten wohl in der Zeit vor 170 Millionen bis vor 65 Millionen Jahren. Das war teilweise auch die Phase der Dinosaurier.

Später kamen dann auch Wale auf den Trick mit dem Sieben. Vorsicht: Wale sind keine Fische. Die Zeit der Ur-Wale soll vor etwa 35 bis 45 Millionen Jahren begonnen haben. Ihre Vorfahren wanderten vom Land ins Wasser.

Die heutigen Bartenwale etwa tragen kammartigen Hornplatten im Maul. Mit diesen riesigen Kämmen filtern sie große Schwärme kleiner Krebse und anderes tierisches Plankton aus dem Meer.

Auch ein paar Fischarten - zum Beispiel der Walhai - sieben heute noch ihre Beute aus dem Wasser.

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