Eine Exkursion mit französischen Austauschschülern

Umweltschutz im Regierungspräsidium

Vom 28.04. - 06.05.2010 haben Schülerinnen und Schüler der Albert-Schweitzer-Schule Kassel mit ihren französischen Austauschpartnern aus dem Collège P. Garcie Ferrande in Saint-Gilles-Croix-de-Vie (Vendée/ Frankreich) an einem vom DFJW (Deutsch-Französisches Jugendwerk) angebotenen Projekt "Les Jeunes écrivent l'Europe"-"Schüler machen Zeitung" teilgenommen.

Als zu bearbeitende Themen hatten sich die Schülerinnen und Schüler Klima- und Umweltschutz sowie gesunde Ernährung gewählt. Im Rahmen des Projekts besuchten unterschiedliche Gruppen verschiedene Einrichtungen und Institutionen, um Fachkundige zu befragen.

Eine Gruppe besuchte das Regierungspräsidium Kassel, wo sie viel über den Umweltschutz und den Klimawandel erfuhr. Gegen zehn Uhr morgens machten sich zehn französische und zwei deutsche Schüler gemeinsam mit einer französischen Lehrerin auf den Weg zum Regierungspräsidium; im Gepäck viele Fragen, die vorher im Unterricht ausgearbeitet worden waren. Dort wurden sie bereits von drei Experten, Herrn Bergbauer (Leiter der Abteilung Umwelt- und Arbeitsschutz), Herrn Stichnoth (zuständig für Emissions- und Strahlenschutz) und dem Förster Herrn Hartmann, erwartet.

Nachdem erklärt worden war, wie das Regierungspräsidium aufgebaut ist und welche Bereiche es abdeckt, wurden sie anhand einer Präsentation, gehalten von Herrn Stichnoth, in das Thema eingeführt. Dieser Vortrag umfasste die Punkte Klima, Wald, Abfall, Wasser, Boden, Luft, Lärm und Strahlen, die ihnen in Form von Bildern und Grafiken nahegebracht wurden. Dann hatten die Franzosen Gelegenheit, ihre Fragen zu stellen, und es waren nicht wenige. Zuerst wurde gefragt, wie man das Bewusstsein für die Umwelt stärken könne. Die Antwort Herrn Bergbauers fiel einfach aus: "Aufklärungsarbeit!" Durch das gezielte Informieren stärke man das Bewusstsein von vor allem Jugendlichen und könne ihr Interesse für den Umweltschutz wecken. Auf die Frage, wie man selbst die Umwelt schützen könne, erklärte ihnen Herr Stichnoth, dass man bei der Nutzung von Rohstoffen, wie Holz oder Erdöl, daran denken müsse, dass diese endlich sind und daher nachhaltig genutzt werden müssen. Die Relation von Entstehung und Verbrauch müsse ausgewogen sein.

Eine Frage, die die Schüler besonders interessierte, war, wie akut der Klimawandel denn wirklich sei. Herr Bergbauer, Herr Stichnoth und Herr Hartmann meinten, dass schon jetzt merkliche Anzeichen in Form von vermehrt vorkommenden Hochwassern, der Verschiebung der Klimagrenze nach Norden und nicht zuletzt der zunehmenden Luftverschmutzung vorlägen. Außerdem werde damit gerechnet, dass die Temperatur um mindestens zwei Grad ansteigt, die deutsche und die französische Regierung haben sich diese zwei Grad als Limit gesetzt. Wenn die Temperatur mehr anstiege, gäbe es noch weitaus verheerendere Folgen. Es wurden wesentlich mehr Fragen gestellt und beantwortet, sie alle zu nennen, wäre zu viel. Zu guter Letzt ein herzlicher Dank für die vielen guten Informationen seitens des Regierungspräsidiums, es war ein sehr interessanter Vormittag.

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