"Uff, ächz, stöhn": Comics haben eigene Sprache

"Uff" und "Ächz" und "Stöhn" - das ist Comic-Sprache. Wer denkt sich solche Worte aus?

Wenn Onkel Dagobert kalt ist, dann sagt er "Zitter". Und wenn Donald Duck sauer ist, dann schnaubt er nur ein "Fnf!" - und alle wissen gleich, was gemeint ist. Comics kommen oft ohne lange Sätze aus.

Und in den Sprechblasen findet man Worte, die man in anderen Büchern kaum entdecken würde. "Uff" und "Ächz" und "Stöhn" zum Beispiel. Und wenn Donald Duck nachdenkt, steht in der Denkblase oft "Grübel".

Wer denkt sich solche Worte aus? Das hat zum Beispiel Erika Fuchs getan. Diese Frau hat jahrelang die Sprechblasen der Comic-Hefte über Donald und Dagobert von Englisch auf Deutsch übersetzt. Denn die Hefte kommen ursprünglich aus den USA. Erika Fuchs lebt zwar schon nicht mehr. Aber vergessen ist ihre Arbeit nicht. Gerade hat ein Fachmann zum Beispiel ein Buch aber die Sprache der Entenhausener veröffentlicht.

Frau Fuchs erfand auch neue Namen für die Comic-Figuren, die auf Deutsch besser zu ihnen passten. Zum Beispiel den der Hexe Gundel Gaukeley. Sie versucht mit Gaukeleien - also Tricks und Streichen -, Dagobert seinen Glückszehner abzuluchsen. Auch der Name Dagobert stammt von Erika Fuchs. Dagobert - so hieß früher mal ein reicher und mächtiger König. Direkt übersetzt würde Onkel Dagobert eigentlich "Onkel Geizhals" heißen.

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