Ein Blaulicht-Simulator stellt Rettungseinsätze nach

Mit dem Krankenwagen durch die Stadt düsen

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Ganz schön stressig: Maximilian Stein übt im Simulator eine Blaulichfahrt.

Notruf! In der Innenstadt hat es einen schlimmen Unfall gegeben. Sanitäter und Ärzte rasen sofort los. Mit Blaulicht düsen sie in Windeseile zum Unfallort. Ein Blaulicht-Simulator stellt solche Situationen nach und bereitet Einsatzkräfte für den Notfall vor.

So eine Fahrt zum Unfallort ist gar nicht so einfach. Schließlich müssen die Fahrer schnell sein - dabei aber auch auf andere Autos, Fußgänger und Radfahrer achten.

Damit die Fahrer von Rettungswagen solche Einsätze besser üben können, gibt es in Steinfurt in Nordrhein-Westfalen einen "Blaulicht- Simulator". Das ist ein Gerät, in das sich die Fahrer wie in ein Auto hineinsetzen können. Vor ihnen stehen Bildschirme. Wie auf einem Fernseher oder bei einem Computerspiel sieht der Fahrer dort Straßen, Ampeln und andere Autos.

Das sieht richtig echt aus. So kann der Rettungswagen in dem Simulator zum Beispiel mit 155 Stundenkilometern über die Landstraße sausen. Die Bäume rechts und links verschwimmen zu einer dunkelgrünen Wand. Die Sirene heult. Jede Sekunde zählt!

"Blaulichtfahrten sind purer Stress", sagt Feuerwehrmann Bernhard Duesmann. Außerdem sind sie ziemlich gefährlich: Auf dem Weg zum Einsatzort rummst es deutlich häufiger als bei ganz normalen Autofahrten. Zusammen mit Fachleuten hat Bernhard Duesmann daher den Simulator entwickelt. Das finden viele klasse.

Trotzdem ist der "Blaulicht-Simulator" in Steinfurt bislang der einzige in ganz Deutschland. Schließlich ist das Gerät ziemlich teuer - die erste Version kostete immerhin Zehntausende Euro. (dpa)

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