Tomatenalarm: Warum wir rot werden

Ok, diesen roten Kopf hat wohl eher die Sonne fabriziert!

Oh nein, warum denn ausgerechnet jetzt? Grad mal nicht aufgepasst und schon ruft der Lehrer einen an die Tafel. Was soll ich erklären? Alle glotzen so. Jetzt nur nicht rot werden...

Zu spät - schon ist es passiert! Das Blut schießt uns in den Kopf und wir werden rot wie eine Tomate. Das passiert aber nicht nur, wenn uns etwas unangenehm ist. Auch wenn wir uns sehr freuen, sehr wütend sind oder in Hektik geraten, können wir einen hochroten Kopf bekommen. Einfach in Situationen, die uns aufregen oder stressen.

Viele Leute finden das total peinlich. Aber - kleiner Trost - das Erröten ist völlig normal. Es ist eine Reaktion unseres Körpers. Wir können das Erröten auch nicht unterdrücken, selbst wenn wir uns anstrengen. Das Rot-Werden ist ein sogenannter Reflex.

Schauen wir uns doch mal an, was dabei passiert: Wenn wir aufgeregt sind, werden im Körper Hormone ausgeschüttet. Das sind Wirkstoffe, die als winzige Boten in unserem Körper sind. Sie steuern viele verschiedene Dinge.

Sind wir zum Beispiel aufgeregt, sorgen Hormone dafür, dass das Herz schneller schlägt. Das Blut schießt dann geradezu durch den Körper. Außerdem sorgen die Hormone dafür, dass sich kleine Blutgefäße erweitern. Vor allem im Gesicht und am Hals. Das Blut schimmert nun in den Gefäßen durch die Haut hindurch. Das Ergebnis: Der typische Tomatenkopf!

Und wozu das Ganze? Durch die Reaktion unseres Körpers werden die Sinne sozusagen auf Hochtouren gebracht. Wir sind wacher und aufmerksamer. Das soll uns ermöglichen, auch in einer stressigen Situation eine gute Entscheidung zu treffen und schnell zu reagieren.

Übrigens: Alle Menschen werden rot. Bei einigen geht das aber schneller als bei anderen. Manche Leute erröten schon beim kleinsten Anlass. Oder fürchten, dass sie erröten könnten. Dieses Problem hat sogar einen eigenen Namen: Erythrophobie - die Angst vorm Rot-Werden.

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