Tische abschnüffeln, um Politiker zu beschützen

Absperrung in Berlin für die Tagung der NATO-Außenminister.

Beschützen, kontrollieren, absperren: Wenn sich wichtige Politiker treffen, hat die Polizei jede Menge um die Ohren. So war das in den letzten Tagen auch in unserer Hauptstadt Berlin. Dort kamen die Außenminister der 28 Nato-Staaten zusammen. Die Nato ist das mächtigste Militärbündnis der Welt.

Tausende Polizisten waren im Einsatz. Manche von ihnen reisten sogar extra aus anderen Gegenden Deutschlands an. Was Polizisten bei einem solchen Treffen tun, weiß ein Sprecher der Berliner Polizei: "Wir müssen vor allem dafür sorgen, dass den Politikern nichts passiert. Das ist die wichtigste Aufgabe!" Denn es bestehe immer die Gefahr, dass Leute einen Anschlag planten. Doch so schlimm muss es nicht immer sein. "Zum Beschützen gehört auch, dass keiner der Politiker mit Eiern beworfen wird, wenn er draußen unterwegs ist."

Schon Tage vor einem großen Treffen beginnen für die Polizisten die Sicherheits-Überprüfungen: Zum Beispiel werden die Fahrstrecken abgesucht, die von den Hotels der Politiker zum Treffpunkt führen. "Polizisten schauen, ob in Gullys Bomben versteckt sind. Und sie überprüfen Häuserdächer, ob sich da niemand verstecken kann, der Böses will", erzählt der Fachmann. In Berlin suchten Taucher sogar einen Fluss nach gefährlichen Gegenständen ab.

Dann steht irgendwann die Veranstaltung kurz bevor: Polizisten gehen mit Suchhunden zu dem Ort des Treffens. Dort schnüffeln die Vierbeiner zum Beispiel Tische und Stühle ab - und schauen, ob jemand Sprengstoff versteckt hat. Und später wird jeder, der ins Gebäude will, von den Polizisten kontrolliert.

Wenn die Politiker endlich da sind, beschützen Tausende Polizisten sie. "Jeder Politiker wird von Polizisten begleitet, wenn er im Auto durch die Stadt fährt." Dazu werden zum Beispiel Straßen tagelang komplett oder auch nur für kurze Zeit abgesperrt. Da war mancher Autofahrer in Berlin mächtig genervt.

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