Tigerknochen und Elfenbein - Konferenz zum Tierschutz

In China werden momentan noch Tigerprodukte verkauft.

Haie, Tiger, Eisbären und Elefanten - um diese Tiere geht es unter anderem bei einer großen Konferenz, die am Samstag startet.

Es ist die Artenschutzkonferenz in Doha auf der Arabischen Halbinsel. Fast zwei Wochen lang wollen Fachleute aus aller Welt zum Beispiel darüber reden, ob weitere afrikanische Länder Elfenbein verkaufen dürfen. Oder ob Haie besser geschützt werden sollen. Und ob es verboten sein soll, Tiger zu züchten, um zum Beispiel aus ihren Knochen Medizin herzustellen.

Streit wird es wohl wieder geben über den Handel mit Stoßzähnen von Elefanten. Die sind aus Elfenbein. Kenia, Ghana, Ruanda und andere Staaten Afrikas möchten den Verkauf von Elfenbein für weitere 20 Jahre total verbieten. Tansania und Sambia wollen dagegen Elfenbein, das sie eingelagert haben, legal verkaufen. Dann fürchten manche aber, dass auch wieder mehr gewildert wird. "Gerade in diesen beiden Ländern sind Elefantenwilderei und Elfenbeinschmuggel völlig außer Kontrolle", warnt Daniela Freyer von der Naturschutzgruppe Pro Wildlife.

Die Europäische Union - kurz EU - möchte außerdem erreichen, dass in China keine Tigerprodukte mehr verkauft werden. Der Handel ist zwar eigentlich verboten, wird aber von den Behörden kaum verfolgt. Die EU ist ein Bündnis aus 27 Staaten in Europa, zu dem auch Deutschland gehört.

In China in Asien glauben Menschen, dass Medizin zum Beispiel aus den Knochen von Tigern starkmachen und heilen kann. Es gibt in China viele Mittelchen aus Tigerprodukten, etwa den Tigerwein. Dazu werden Tigerknochen in Wein eingelegt. Eine Flasche davon koste mehrere hundert Dollar, sagte ein deutscher Artenschützer. In Freiheit leben weltweit nur noch etwas mehr als 3000 Tiger.

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