Tiere reisen Huckepack auf Joghurtbechern

Der Müll sieht nicht nur doof aus, sondern ist auch sehr gefährlich für Meerestiere, die sich in solchen Seilen verheddern können.

Auf zu neuen Ufern! Auf kleinen Holzresten, Samenschalen, Blättern und anderem Treibgut gelangen viele Tiere und Pflanzen in neue Lebensräume.

So geht das schon seit sehr langer Zeit. Meistens sind sie versehentlich auf solch ein Floß geraten, das dann vom Wind aufs Meer getrieben wurde. Wissenschaftler untersuchen die Wanderung von kleinen Tieren wie Asseln und sogenannten Polypentieren.

Sie haben herausgefunden, dass Lebewesen mittlerweile auch modernes Treibgut nutzen: Huckepack auf Joghurtbechern, Plastiktüten und Flaschen gelangen Pflanzen und Tiere heute viel schneller in fremde Lebensräume als früher.

Das hört sich vielleicht lustig an. Doch dort, wo die Tiere schließlich ankommen, stören sie oft auch die lebende Gemeinschaft. Schließlich hat jedes Tier in einem Lebensraum eine ganz bestimmte Nische besetzt. Kommt nun ein anderes Tier dazu, kann es sein, dass es einer Art, die schon lange dort lebt, das Futter klaut.

Geschieht das alles ganz langsam, können sich die Tiere an die neue Situation anpassen. Doch die Wissenschaftler fürchten, dass durch den vielen Müll zu viele Tiere zu schnell an einen anderen Ort gelangen könnten. Dann kann es passieren, dass Tiere und Pflanzen von anderen Arten verdrängt werden.

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