Das Telefon - wer hat's erfunden?

Abbildung von Johann Philipp Reis mit einem Telefon in der Hand.

Wenn wir heute mit jemandem sprechen wollen, der weit weg wohnt, greifen wir einfach zum Handy oder zum Hörer und wählen eine Nummer. Vor 150 Jahren konnte sich so etwas noch kaum einer vorstellen.

Schließlich muss ein Telefon ein kleines Wunder vollbringen: Es muss gesprochene Worte in elektrische Signale verwandeln, die dann durch die Leitung gehen und am anderen Ende wieder zu gesprochenen Worten werden.

Der erste, der das schaffte, war wohl der deutsche Lehrer Philipp Reis. Leider wusste damals kaum jemand etwas mit seinem Gerät anzufangen. Und es funktionierte auch noch nicht einwandfrei. Nur ein paar Wissenschaftler benutzten es für ihre Experimente.

Das erste richtige Telefon erfand ein Lehrer für Taubstumme, Alexander Graham Bell - und zwar vor ungefähr 130 Jahren in Boston in den USA. Jedenfalls bekam er damals das Patent für die Erfindung. Das heißt, er wurde als Erfinder anerkannt.

Die ersten Worte, die er durch das Gerät zu seinem Assistenten Thomas Watson gesagt haben soll, lauteten: "Mr. Watson, kommen Sie her. Ich brauche Sie!" Da hatte er sich beim Basteln in seiner Werkstatt gerade Säure über die Hose geschüttet.

Als er das Telefon erfand, war Alexander Graham Bell noch nicht ganz 30 Jahre alt. Er gründete eine Firma, die Telefone herstellte, und wurde dank seiner Erfindung ein reicher Mann. Heute gibt es mehrere Milliarden Telefonanschlüsse auf der ganzen Welt.

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