Täglich ruft das Eis - Hannah aus Kanada erzählt

Hannah trainiert fünfmal in der Woche Schlittschuhlaufen.

Hannahs großes Hobby ist Schlittschuhlaufen. Eishockey und Basketball interessieren sie auch, Fußball dagegen nicht. Das neun Jahre alte Mädchen lebt in Kanada, einem riesigen Land nördlich der USA.

Fast 100 Kinder rasen über die große Eisfläche in der Sporthalle in Vancouver in Kanada. Eines von ihnen ist Hannah, sie läuft besser Schlittschuh als viele Erwachsene. Denn die Kanadierin steht schon auf dem Eis, seit sie drei Jahre alt war. "Mir macht das unwahrscheinlich Spaß", erzählt Hannah strahlend, "ich mag die Geschwindigkeit, die ich auf dem Eis erreichen kann. Und ich mag die Kunststücke, die ich mit meinen Schlittschuhen machen kann."

Fünfmal in der Woche trainiert sie. Vor allem im Winter ist Schlittschuhlaufen ein beliebtes Hobby für kanadische Kinder. Viele spielen auch Eishockey. Dabei muss man nicht nur schnell auf dem Eis laufen können, sondern auch noch mit einem Schläger und einer Scheibe, dem Puck, umgehen können.

Hannah fiebert jede Woche vor dem Fernseher mit, wenn der Club ihrer Heimatstadt ein Spiel hat. Sie hat auch ein eigenes Trikot des Clubs. An Spieltagen drückt die gesamte Stadt dem Team die Daumen.

Doch Hannah hat noch einen anderen Lieblingssport. Sie spielt Basketball. Zuvor war sie lange im Schwimmverein. Fußball hingegen spielen kanadische Jungen und Mädchen selten. "Ich verwechsle das auch immer mit "American Football"", sagt Hannah. Also der Sportart mit dem Ball, der aussieht wie ein Ei.

Fußball wird in Kanada Soccer genannt. Zumindest die Regeln kennt Hannah ein wenig. Die hat ihr ein Junge aus ihrer Schulklasse erklärt, der von Italien nach Kanada gezogen ist. Viele Freunde von Hannah kommen aus anderen Ländern. Wenn sie nicht selbst dort geboren sind, dann zumindest ihre Eltern oder Großeltern, die dann nach Kanada ausgewandert sind.

"Hier kommen nämlich fast alle aus einem anderen Land. Das ist so in Kanada", sagt Hannah. Sie selbst kommt aus Indien in Asien. Trotzdem spricht sie ausschließlich Englisch. "Jetzt bin ich schließlich Kanadierin, dann spricht man Englisch oder Französisch. Das Gute daran ist, dass sich dann alle verstehen können, egal aus welchem Land sie kommen", sagt das Mädchen.

Kommentare