Superwahltag: Test für die Bundesregierung

Stefan Mappus und Bundeskanzlerin Angela Merkel bangen um Stimmen für ihre Partei.

Der 27. März wird ein harter Tag für Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre Minister. Denn an diesem Tag gibt es zwei wichtige Wahlen: in Baden-Württemberg und in Rheinland-Pfalz.

In beiden Bundesländern bestimmen die Menschen über eine neue Regierung. Dabei geht es auch um die Zukunft der Bundesregierung. Wieso?

Die Kanzlerin und ihr Team fiebern besonders dem Wahlergebnis in Baden-Württemberg entgegen. Denn in dem Bundesland im Süden Deutschlands regiert die CDU schon sehr lange, im Moment zusammen mit der FDP. Das ist die Partei von Guido Westerwelle. Er ist Merkels Stellvertreter. Ob die beiden Parteien die Wahl zusammen gewinnen werden, ist aber nicht sicher.

Nach der Katastrophe in Japan interessiert die Menschen in Baden-Württemberg vor allem, wie es bei ihnen mit der Atomkraft weitergeht. Denn in Baden-Württemberg stehen vier Anlagen, die Atomstrom herstellen. Deshalb schauen die Leute nun genau, welche Pläne die verschiedenen Parteien für die Anlagen haben.

Für die Bundeskanzlerin und ihre Mannschaft ist es wichtig, dass Stefan Mappus von der CDU weiterhin Chef von Baden-Württemberg bleibt. Sollte er den Chefsessel räumen müssen, dann hat die Bundesregierung in einem wichtigen Gremium einen Verbündeten weniger: im Bundesrat. Dort arbeiten die Länder zusammen. Die Gruppe muss vielen Gesetzen der Bundesregierung zustimmen, damit sie gültig werden können. Deshalb braucht Frau Merkel für ihre Politik im Bundesrat viele Unterstützer. Zurzeit sind es zu wenig. Sollte die CDU in Baden-Württemberg verlieren, werden es noch weniger. Dann bekommt die Mannschaft der Kanzlerin große Probleme beim Regieren.

In dem benachbarten Bundesland Rheinland-Pfalz bestimmt die SPD bisher allein die Politik. Regierungschef ist Kurt Beck. Experten vermuten, dass die SPD zwar die Landtagswahl gewinnt, aber dass sie nicht mehr allein regieren kann. Die Fachleute glauben, dass die Partei auf einen Partner angewiesen sein wird. Wenn das so ist, könnte sich Kurt Beck mit den Grünen verbünden - zu einem sogenannten rot-grünen Bündnis. Rot steht für die SPD. Und mit Grün ist wohl wer gemeint? Klar, die Grünen.

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