Südafrika: Weiße und schwarze Menschen lange getrennt

Auch heute noch leben die Schwarzen oft in armseligen Hütten.

Augen auf beim Bananen-Kauf! Daran hielten sich vor etwa 20 Jahren viele Leute in Deutschland.

Sie achteten darauf, dass sie keine Bananen oder andere Dinge aus Südafrika kauften. So wollten sie gegen die Zustände in dem Land protestieren: Dort wurden Menschen mit dunkler Haut von weißen Menschen lange Zeit unterdrückt.

Es herrschte die sogenannte Apartheid. Das Wort stammt aus der niederländischen Sprache und bedeutet übersetzt so viel wie getrennt. Apartheid wurde in Südafrika die Trennung zwischen weißen und schwarzen Menschen genannt. Weiße Politiker hatten sie vor etwa sechzig Jahren festgelegt. Damals glaubten viele Weiße an den Blödsinn, besser als Menschen mit anderen Hautfarben zu sein.

Je nach Hautfarbe besuchten die Leute zum Beispiel verschiedene Schulen und benutzten unterschiedliche Toiletten. Schwarze Leute durften nicht einmal wohnen, wo sie wollten. Das Land war aufgeteilt. Der größte Teil war für wenige Weiße, eine kleine Fläche für viele Schwarze.

Dort gab es meist nur armselige Hütten. Viele weiße Menschen dagegen lebten in schönen Häusern. Dort ließen sie oft Dunkelhäutige als Dienstboten für sich arbeiten. Einige andere Berufe waren für Schwarze verboten.

Kein Wunder, dass sich immer mehr von ihnen gegen diese Trennung wehrten - obwohl sie mit Strafen rechnen mussten. Auch viele Menschen in anderen Ländern protestierten dagegen.

Inzwischen ist die Apartheid abgeschafft. Aber noch immer gibt es Unterschiede zwischen schwarzen und weißen Menschen. Per Gesetz haben zwar alle die gleichen Rechte, aber die schwarze Bevölkerung ist generell zum Beispiel viel ärmer als die weiße. Und manche Menschen wollen die Gleichberechtigung noch immer nicht anerkennen. Sie wünschen sich die alten Regeln.

Kommentare