Sturmjäger sind Donner und Blitz auf der Spur

Wenn's draußen richtig ungemütlich wird ist er in seinem Element: Sturmjäger Michel Oelschlägel.

Blitze, Donner, Hagel - ein echtes Sauwetter. Da bleiben viele Leute lieber zu Hause. Aber nicht Michel Oelschlägel: Er ist ein Sturmjäger. Mit seiner Kamera sitzt er im Auto und fotografiert, wenn Gewitter am Himmel toben.

Sein Arbeitsgebiet ist das Erzgebirge. Das liegt in Sachsen an der Grenze zu Tschechien. Sobald der 23-Jährige von Unwettern in der Nähe erfährt, macht er sich auf die Socken. Dann versucht er, möglichst dicht ranzukommen, um alles gut knipsen zu können. Manche der Bilder stellt er später ins Internet.

Ist das denn nicht super gefährlich? "Ich bin immer im Auto unterwegs", sagt Michel Oelschlägel. Und in Autos ist man vor Blitzen recht sicher. "Man muss Respekt vorm Wetter haben. Ich bin nicht leichtsinnig", sagt der 23-Jährige.

Tatsächlich hat er schon so manch dolles Gewitter miterlebt. Vor wenigen Jahren war er im Erzgebirge unterwegs. Dort sah er bis zu sechs Zentimeter große Hagelkörner, aber auch Schlammlawinen und Überschwemmungen. Denn an diesem Tag wurde das Erzgebirge von einer "Superzelle" heimgesucht. So nennen Experten ein besonders heftige Gewitter.

Hagel, Blitze, Donner, Regen - all das faszinierte Michel Oelschlägel schon als Kind. "Das ist was fürs Auge. Auch wenn es sich eigentlich nur um Wasserdampf handelt", erzählt er. Wettervorhersagen im Fernsehen braucht er längst nicht mehr. Er wertet die Daten schon vorher aus. Freunde und Bekannte fragen deshalb auch gerne nach, wie das Wetter am nächsten Wochenende denn so wird.

Kommentare