Stress unterm Baum: Vorher reden hilft

Genau so soll es sein: Wer an Weihnachten perfekte Harmonie erwartet, erreicht meist das Gegenteil.

Deine Mutter ist total angespannt, weil sie noch das Essen vorbereiten muss. Dein kleiner Bruder ist furchtbar aufgeregt und läuft wie ein aufgescheuchtes Huhn durch die Wohnung. Und dein Papa kämpft mit dem Weihnachtsbaum. Warum ist Weihnachten manchmal so stressig?

„Vor Weihnachten ist meistens viel zu tun und dann sitzt man an Heiligabend unter dem Baum und ist ganz erschöpft“, sagt Martina Furlan. Sie arbeitet beim Kinderschutzbund in Dortmund und kennt sich mit Weihnachtsstress aus. Dazu kommt, dass alle meist ziemlich viel erwarten: Jeder hat genaue Vorstellungen, wie das Fest ablaufen soll. Deine Eltern wollen vielleicht ein tolles Weihnachtsmenü essen. Oma will Weihnachtslieder singen und du willst einfach nur spielen. „Und dann knallt es“, sagt die Expertin.

Da wird rumgeschrien, geschimpft und vielleicht auch geweint - und das an Weihnachten. Es gilt in solchen Fällen: Du bist nicht dafür verantwortlich, dass alles gut vorbereitet ist. „Das ist der Job der Eltern“, sagt Martina Furlan. Und für gute Stimmung müssen alle gemeinsam sorgen, das hängt nicht an einem allein.

Damit es gar nicht erst stressig wird, könnt ihr euch schon ein paar Tage vorher zusammensetzen. „Man sollte vorher klären, wer was machen möchte“, sagt die Fachfrau. Vielleicht wollen deine Eltern unbedingt zu Verwandten und du hast einfach keine Lust auf diese Pflichtbesuche. Dann trefft doch eine Abmachung: Ihr bleibt zwei Stündchen und dann geht's wieder nach Hause.

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