Streit um Affenversuche vor Gericht

Ob man mit Affen in Bremen Versuche machen darf, soll nun ein Gericht entscheiden.

Forscher an der Uni in Bremen in Norddeutschland machen Versuche mit Affen. Tierschützer laufen dagegen Sturm. Jetzt soll ein Gericht entscheiden, ob die Wissenschaftler weitermachen dürfen oder nicht.

Der Streit um die Affenversuche wird jetzt vor dem Verwaltungsgericht verhandelt. Es ist ein sehr schwieriges Thema. Deshalb wird es wahrscheinlich lange dauern, bis es eine Entscheidung gibt. Hier eine kurze Liste, was Befürworter solcher Versuche sagen und was Gegner:

DAFÜR

- In einem wichtigen Gesetz steht, dass man in Deutschland frei forschen darf.

- Die Wissenschaftler der Uni wollen verstehen, wie das Gehirn funktioniert. Sie meinen, dass ihre Forschung wichtig sein könnte, um später Krankheiten behandeln zu können.

- Die Forscher sagen, dass die Tiere nicht leiden müssen und ihnen die Versuche nicht wehtun. Mehrere Experten haben bestätigt, dass die Wissenschaftler das Tierschutzgesetz einhalten.

DAGEGEN

- Kritiker sagen, den Affen geht es nicht gut bei den Versuchen. Sie sitzen zum Beispiel stundenlang fest in einem Stuhl. Und sie bekommen vorher lange Zeit nichts zu trinken.

- Am Ende werden die Affen getötet, damit die Wissenschaftler ihre Gehirne untersuchen können.

- Die Gesundheitsbehörde von Bremen meint, dass die Ergebnisse der Forschung nicht wertvoll genug sind, um die Tiere so zu behandeln. Das sagen mehrere Experten.

- Ein Tierschutzexperte zweifelt, dass die Wissenschaftler wirklich Dinge herausfinden, mit denen man Krankheiten behandeln kann.

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