Sommer in Argentinien: Spaß im Ferienlager

Jerónimo, Matias, Tomás und Emilia haben eine spitzen Zeit!

Die Sommerferien bei uns in Deutschland sind lang, doch die Sommerferien in Argentinien sind superlang. Damit keine Langeweile aufkommt, organisieren die Regierung und viele Sportvereine jedes Jahr Ferienlager - mit einer Mischung aus Sport und Spielen.

Der gelbe Umhang mit dem schwarzen Batman-Abzeichen von Matias flattert im Wind. Der Junge aus Argentinien schlägt einen Haken und stürmt auf seine Freunde im Ferienlager zu, die unter den großen Bäumen im Schatten sitzen und aus Bettlaken ein Lager bauen. Nebenan im Schwimmbad springen Kinder ins kühle Wasser, dass es richtig doll spritzt.

Von November bis März ist in Argentinien Sommer. Das Land liegt in Südamerika. Im Sommer tauschen die argentinischen Kinder für fast drei Monate den Schulranzen mit der Badetasche. Viele Eltern müssen jedoch arbeiten und können nicht mit ihnen in Urlaub fahren. Aber einfach Zuhause herumsitzen, fernsehen oder am Computer spielen ist auf Dauer langweilig. Also haben sich die Argentinier etwas ausgedacht, damit die Kinder die Sommerferien trotzdem genießen, mit ihren Freunden spielen und Spaß haben können: die Ferienlager.

Von morgens bis abends können die Jungen und Mädchen dort schwimmen und seilspringen, bowlen und basteln. Wie auf einer Freizeit oder in einem Zeltlager, nur nicht zwei Wochen, sondern zwei Monate lang. Einzige Voraussetzung ist, dass man zwischen 2 und 17 Jahren alt ist.

Es gibt verschiedene Ferienlager: etwa private von Sportvereinen. Oder solche, die von der Regierung organisiert werden - man sagt dazu: sie sind staatlich. Die staatlichen sind kostenlos und deshalb sehr beliebt, vor allem bei Familien, die nicht so viel Geld haben.

Matias ist sechs Jahre alt und geht mit seinem drei Jahre älteren Bruder Tomás in ein Ferienlager in der Nähe der Hauptstadt Buenos Aires. Dort haben die beiden mit ihren Freunden jede Menge Spaß. "Meine Mama arbeitet tagsüber und anstatt mich Zuhause zu langweilen, spiele ich lieber mit meinen Freunden Fußball."

Die zehnjährige Emilia ist schon zum sechsten Mal im Ferienlager. "Ich freue mich jedes Mal total darauf, weil ich im Lager viele Freunde gefunden habe, die ich nur hier sehe", erzählt sie.

Gegründet wurde dieses Ferienlager vor einigen Jahren von Diana Batista. Sie ist eigentlich Sportlehrerin. Aber sie organisiert auch Fußballturniere, Bastelstuben und Piratenfeste. So kann sie sich während der Schulferien Geld dazuverdienen. Als kleines Mädchen hat sie selbst jeden Sommer in so einem Lager verbracht. Mit ihren Freundinnen von damals trifft sie sich noch heute. Sie meint: "Das Ferienlager ist eine Zeit, die man nie mehr vergisst!"

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