Skicross - Auf der Überholspur im Schnee

Sie jagen um steile Kurven und wagen riskante Überholmanöver. Und sie springen mit ihren Skiern durch die Luft. Das sind die Skicrosser.

"Wem normale Skirennen mit der Zeit zu langweilig sind, der fährt Skicross", erzählt Heli Herdt. Er arbeitet für den Deutschen Skiverband und kennt sich aus mit Skicross.

Dieser Wintersport ist anders als andere Skirennen. Denn in der Piste sind Tücken eingebaut. So gibt es zum Beispiel Buckel im Boden und Sprünge, die die Skicrosser auf dem Weg ins Ziel meistern müssen. Es kommt vor, dass sie bis zu 30 Meter weit durch die Luft fliegen - also weiter als eine kurze Schwimmbahn.

Eine Zeitung hat mal über die Skicrosser geschrieben: "Das sind Verrückte, die sich in waghalsigen Abfahrten ins Ziel stürzen." Dem stimmt der 46 Jahre alte Heli Herdt zu: Es gehöre schon eine Portion Mut dazu, so ein Rennen zu fahren.

Zumal beim Skicross immer vier Fahrer auf der Piste sind. Sie starten zur selben Zeit. Wer als Erster am Ziel ankommt, hat gewonnen.

Ein Rennen dauert in der Regel etwa eine Minute. Unterwegs fahren die Starter oft so dicht beieinander, dass sie sich manchmal bei voller Fahrt berühren. "Man muss immer schauen, wo die anderen gerade fahren und wann sich eine Gelegenheit zum Überholen bietet", erklärt Heli Herdt.

Das ähnelt einem Autorennen - zum Beispiel der Formel 1. Auch dort müssen die Fahrer gucken, an welcher Stelle sie am Vordermann vorbeikommen können. Oder einfach so schnell fahren, dass sie keiner einholt.

Hintergrund: Skicross - Neu bei den Olympischen Spielen

Aus Deutschland sind drei Frauen und zwei Männer dabei. Bei den Wettbewerben gibt es verschiedene Runden. Es treten immer vier Fahrer gegeneinander an. Es gilt: Wer bei einem Rennen als Erster oder Zweiter ins Ziel kommt, ist eine Runde weiter. Die Dritten und Vierten scheiden aus. Im Finale fahren dann die vier Besten um Gold, Silber und Bronze. Die große Frage wird jetzt sein: Wer kann sich in Kanada als erster Skicross-Olympiasieger feiern lassen?

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