Sind Jugendliche umweltfreundlich?

Jeder weiß, dass der Müll ein- oder zweimal in der Woche abgeholt wird. Aber was passiert danach? Was wird recycelt? Und wohin kommt der Müll?

Während des Austausches zwischen der Georg-Christoph-Lichtenberg Schule in Kassel und den beiden Collèges Pierre et Marie Curie und Jean Moulin in Albert, in der Nähe von Amiens, haben wir, 20 deutsche und 20 französische Schüler, uns über die Unterschiede zwischen deutscher und französischer Mülltrennung informiert.

Ein- bis zweimal in der Woche kommt in Frankreich der Müllwagen und holt die gelben Säcke ab. In den gelb in Sack gehören in Frankreich Flaschen, Plastik, Metall, Papier und Aluminium und alles wird recycelt. In Frankreich ebenso wie in Deutschland gibt es Recyclinghöfe, wo die Leute ihren recycelbaren Müll hinbringen können. Der Restmüll wird auf die Müllkippen gebracht und dort gelagert.

In Deutschland gibt es kaum noch Müllkippen, sondern fast nur noch Verbrennungsanlagen. Dort wird der Restmüll verbrannt. In den gelben Sack gehören bei uns in Deutschland ebenso wie in Frankreich Metalle, Verbundstoffe, wie zum Beispiel Aluminium, und Kunststoffe.

Für Papier gibt es im Landkreis Kassel eine separate Tonne, in der Stadt dagegen Sammelstellen mit Altpapiercontainern. Die Deutschen haben eine Tonne für den Biomüll, dies gibt es in Frankreich nicht und es bleibt jedem einzelnen überlassen, ob er seine Bioabfälle kompostiert.

Als unsere Austauschschüler bei uns in Deutschland waren, haben wir einige Leute auf der Straße in der Kassler Innenstadt interviewt und ihnen Fragen zu dem Thema Mülltrennung gestellt. Alle sagten uns, dass sie den Müll sehr sorgfältig trennen, aber ob das immer so stimmt ? Die von uns in Frankreich befragten Jugendlichen berichteten , dass nur wenige Familien einen Komposthaufen haben, die gelben Säcke jedoch regelmäßig benutzen. Wir haben uns jedenfalls für die Zukunft vorgenommen, mehr darauf zu achten, unseren Müll sorgfältig zu trennen. Und wir hoffen, dass auch Sie dies tun.

Kimberly Ziesmann, Kristin Debus, Océane Beausseux und Marion Douay

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