Silvester anderswo: Linsen, Weintrauben, Äpfel

In Spanien essen Leute um Mitternacht an Silvester Weintrauben. (Archiv)

Bleigießen, Glücksklee und Schornsteinfeger - das gehört bei uns in Deutschland zu Silvester fast so wie der Osterhase zu Ostern. Auch in anderen Ländern gibt es einige Bräuche zum neuen Jahr.

Diese haben mit viel Glück und Unglück und etwas Aberglauben zu tun. Und auch wenn viele Leute die Sache nicht ernst nehmen, Spaß macht es trotzdem. Einige Beispiele:

Tschechien: Hier gibt es viele alte Bräuche, um mal ein bisschen in die Zukunft zu gucken. In vielen Familien wird zum Beispiel Blei gegossen - wie bei uns. Oder man schneidet einen Apfel in der Mitte durch und guckt auf das Kerngehäuse. Wenn die Kerne ein Kreuz bilden, könnte das Pech im neuen Jahr bedeuten. Eine Sternform dagegen steht für Glück. Und am Neujahrstag soll man lieber kein Fleisch von Hühnern, Puten oder anderem Geflügel essen. Sonst fliegt das Glück davon, erzählen einige.

Spanien: Silvester ohne Weintrauben - das ist in Spanien fast unvorstellbar. Die Früchte sollen nämlich Glück bringen. Wenn die Uhr um Mitternacht schlägt und das neue Jahr ankündigt, stecken sich viele Spanier bei jedem Glockenschlag eine Weintraube in den Mund. 12 Stück. Aber bloß nicht verzählen! Das könnte Unglück bringen, wird gesagt.

USA: Ein bisschen reicher werden im neuen Jahr, das wäre schön! Vor allem im Süden der USA gibt es deshalb zu Silvester den Brauch, Linsen oder Linsensuppe zu essen. Denn die Linsen sehen ein bisschen aus wie Münzen. Deshalb sagt man, dass sie Geld und Glück ins Haus bringen.

Bulgarien: Kinder gehen von Haus zu Haus und schlagen die Bewohner mit besonderen Ästen auf den Rücken - und sie bekommen keinen Ärger dafür! Im Gegenteil. Das ist ein alter Brauch, der den Leuten Gesundheit und Geld bringen soll. Die Kinder wünschen den Menschen alles Gute zum neuen Jahr. Und sie bekommen dafür Naschkram oder etwas Kleingeld.

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