Es war wie ein Kopf-an-Kopf-Rennen zweier Freundinnen

Da ist sie: Goldmedaille für Maria Riesch

Maria Riesch freut sich wie eine Schneekönigin über ihren Titel.

Es war wie ein Kopf-an-Kopf-Rennen zweier Freundinnen. Eigentlich lag Lindsey Vonn aus den USA beim ersten Teil des Wettkampfes vorn. Doch ups!

Im Ski-Slalom stürzte sie - und konnte der deutschen Skirennfahrerin Maria Riesch die Goldmedaille nicht mehr abjagen. Die Disziplin heißt Super- Kombination. Dabei müssen sich die Athletinnen in einem Abfahrtslauf und im Slalom - also einer Kurvenfahrt durch Tore - messen. "Gold, das ist der Hammer!" jubelte Maria Riesch im Ziel.

Damit steht es nun für die Freundinnen 1:1. Denn Lindsey Vonn hatte zuvor in der Abfahrt Gold gewonnen. Da war Maria Riesch nur Achte geworden.

Nun treten sie an diesem Samstag erneut gegeneinander an. Dann steht der Super-G an - ein Superriesenslalom. Maria Riesch aus Partenkirchen in Bayern steigert sich oft von Wettkampf zu Wettkampf. Ihre Trainer haben sie deswegen schon liebevoll "Rennpferd" genannt. Doch die 25-Jährige ist nicht nur auf der Piste schnell. Mit dem Auto auf der Straße fährt sie oft schneller als erlaubt. Das ist verboten und so hat sie schon viele Bußgelder bezahlt. Da macht die Polizei für Olympia-Athleten keine Ausnahme.

Übrigens ist sie in ihrer Familie nicht die erste Olympiasiegerin. Ihr Onkel Wolfgang Zimmerer gewann 1972 in der japanischen Stadt Sapporo Gold.

Zur Halbzeit der Winterspiele sind die Deutschen eher unzufrieden. Elf Medaillen haben sie bisher geholt, davon viermal Gold. Bei den Winterspielen vor vier Jahren waren es zu diesem Zeitpunkt schon 16. Spitzenreiter sind momentan die USA: 18 Medaillen mit sechsmal Gold.

Medaillen-Hoffnungen ruhen in diesen Tagen auf den deutschen Bob- Fahrern. Zudem hofft Biathletin Magdalena Neuner, die schon Gold und Silber holte, auf eine dritte Medaille: Im Massenstart der Frauen. Auch ihre Team-Kollegin Andrea Henkel hat da gute Chancen.

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