Ein seltener Beruf: Messerschmied

Andreas Schweikert hat einen seltenen Beruf: Messerschmied. In seiner Werkstatt sieht es ein bisschen aus wie im Mittelalter.

Messermacher - das wollte Andreas Schweikert schon als Kind werden. Wenn früher die Pferde auf dem Bauernhof seines Vaters zum Hufschmied kamen, wollte er immer dabei sein.

Später machte er dann eine Lehre zum Schmied. Und mit 24 Jahren war er Meister. Messerschmied ist heute ein sehr seltener Beruf. Denn inzwischen übernehmen Maschinen bei der Herstellung viele Aufgaben. So lassen sich mehr Messer in kürzerer Zeit herstellen.

In der Werkstatt von Andreas Schweikert sieht es ein bisschen so aus wie im Mittelalter. Denn für seine Arbeit braucht er unter anderem Feuer, Hammer und Amboss. Orange und rot leuchtet der glühend heiße Stahl, als Andreas Schweikert zu einem Hammer greift. Den lässt er auf die Spitze des Stahl fallen. Ob das wohl ein Jagdmesser, Kochmesser oder ein Klappmesser wird?

Beim Schmieden kommt es auf die richtige Temperatur an, erklärt der Mann aus Baden-Württemberg. Nur wenn der Stahl genau die richtige Temperatur hat, lasse er sich formen. Als der Hammer auf den Stahl prallt, gibt dieser nach wie Knete.

Die Stahlklinge, die eben noch super heiß war, ist jetzt kalt und grau. Andreas Schweikert legt mit dem Schleifen los: Helle Funken sprühen durch die Werkstatt. Ab und zu taucht er die Klinge in einen Eimer mit einer kalten Brühe ein. Dann begutachtet er den qualmenden Stahl.

Bis die Klinge gehärtet und von einem Holzgriff umschlossen ist, wird es noch mehrere Tage dauern. Denn bis auf wenige Maschinen arbeitet Andreas Schweikert wie seine Vorgänger im Mittelalter.

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