Wie sehen eigentlich Schneeflocken aus?

Ein Schneekristall, aufgenommen mit einem speziellen Makro-Objektiv.

Sie sehen alle aus wie kugelige Sternchen? Falsch. Denn Schneeflocke ist nicht gleich Schneeflocke. Die Kristalle, die im Winter vom Himmel rieseln, können ganz verschiedene Formen haben.

Manche sind flach wie Plättchen, andere lang wie kleine Säulen. Wie Schneeflocken aussehen, hängt davon ab, wie kalt und wie feucht die Luft ist. Frank Wilhelms ist Experte für Schnee bei einem Forschungsinstitut in Norddeutschland. Er erklärt, wann welche Flocken entstehen:

Wenn es zwischen 0 und minus 3 Grad kalt wird und die Luft recht trocken ist, fallen zum Beispiel sechseckige Schneeplättchen vom Himmel. Die haben noch meist glatte Ränder. Wird die Luft feuchter, bilden sich die ersten richtigen Sternchen.

Wenn es kälter ist als minus 3 Grad, sind die Kristalle in der Regel alles andere als flockig. Es entstehen unter anderem Nadeln. Die sehen aus wie dünne oder dickere Bleistiftminen mit sechs Ecken.

Wenn die Temperatur auf minus 10 bis minus 20 Grad fällt, rieseln große, leichte Flocken zu Boden. Die sind so hübsch fransig, wie man sie manchmal in der Werbung sieht.

Dazu darf die Luft aber nicht zu trocken sein. Sonst sind die Flocken schlichter und nicht mehr so schön gezackt. Bei etwa minus 35 Grad schneit es dann winzig kleine sechseckige Säulen. Wie Sterne sehen die kaum noch aus.

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