Schwierige Reise: Bundespräsident in der Türkei

Zur Zeit wird bei uns viel über "Einwanderung" geredet. Der Bundespräsident wird dazu auch bei seiner Türkei-Reise sprechen.

Er muss sich gut überlegen, was er sagen will. Denn wenn Bundespräsident Christian Wulff am Montag in die Türkei reist, werden viele Leute sehr genau seinen Worten lauschen.

Herr Wulff ist die Nummer Eins im deutschen Staat. Was er zu heiklen Themen von sich gibt, hat Gewicht. Und seine Reise in die Türkei ist besonders brenzlig.

Denn bei uns reden sich gerade wieder einmal viele Leute die Köpfe heiß über eine Sache: Einwanderer. Damit sind Menschen aus anderen Ländern gemeint, die nach Deutschland kommen, um hier zu leben. Sie haben ihre eigenen Sprachen, Bräuche und Religionen im Gepäck. Und manche passen sich gut und andere weniger gut an das Leben hier an.

Wie sehr gehören die Einwanderer inzwischen zu unserem Land dazu? Was kann man machen, damit sie sich noch besser einfinden? Und wie viele Ausländer sollen sich überhaupt bei uns niederlassen dürfen? Über solche Dinge gibt es immer wieder Streit.

Politiker reden dann oft über "die Türken". Denn bei uns leben besonders viele Menschen aus der Türkei. Und nicht wenige Leute beschweren sich: "Die Türken" seien schlecht in die Gesellschaft eingebunden. Sie sprächen nicht gut genug Deutsch, seien nicht so erfolgreich in der Schule und später häufiger arbeitslos.

Dabei muss man sehr aufpassen, dass man Menschen aus der Türkei nicht alle in einen Topf wirft - denn es wird oft vergessen, dass sich viele von ihnen hier wunderbar zurechtfinden und schon Tolles geleistet haben. Wenn sie trotzdem allgemein kritisiert werden, ärgert das natürlich auch Leute in der Türkei.

Auch deshalb warten viele gespannt darauf, was der Bundespräsident auf seiner Türkei-Reise zu dem Thema sagt. Am Dienstag will er eine Rede vor wichtigen türkischen Politikern halten.

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