Schweine-Alarm in der Stadt

Rundum zufrieden sieht dieses Wildschwein aus.

Es ist mitten in der riesigen Stadt Berlin und über einen Friedhof pirschen Jäger und andere Helfer. Hinter wem sind die denn her? Vor allem hinter Wildschweinen. Denn die suhlen sich mit Vorliebe zwischen den Gräbern, stoßen Grabsteine um und machen die Pflanzen platt.

Schweine in der Stadt - das gibt es auch in anderen Gegenden Deutschlands. Die Tiere machen sich in Parks, Grünanlagen und auch in Gärten breit. Meist sind es Gebiete in der Stadt, die zum Beispiel an einen kleinen Wald stoßen, erklärt ein Experte.

Das Problem: Natürliche Feinde wie Wölfe oder Bären haben die Wildschweine fast nicht mehr. Und es geht ihnen häufig super gut rund um die Häuser der Menschen - gerade auch in den kalten Monaten. Denn etwa in den Gärten finden sie besondere Leckereien wie Wurzeln von Blumen oder dicke Regenwürmer. Auch deshalb vermehren die Tiere sich gut.

Außerdem sind die Winter bei uns in der Gegend oft nicht mehr so hart wie früher - auch wenn es diesmal echt kalt war. So konnten in den vergangenen Jahren viele junge und schwache Tiere überleben. Es werden also immer mehr Wildschweine. Manchmal müssen deshalb - wie in Berlin - Jäger ran und einige der Tiere töten.

Hintergrund: Wildschweine fressen sich durch

In Gärten suchen die Tiere nach Blumenzwiebeln, verrottenden Äpfeln und Kartoffeln, erzählt ein Experte. Daneben verspeisen sie Reste von Ess-Sachen vom Komposthaufen im Garten. Oder sie machen sich an der offenen Mülltonne zu schaffen. Selbst vor Katzenfutter machen die Vielfraße nicht halt. Und dann füttern manche Menschen die Wildschweine auch noch. In Städten können die Tiere deshalb zu einer richtigen Plage werden.

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