Schulen für Orang-Utans werden geschlossen

Vor langer Zeit lebten eine Menge Orang-Utans in ganz Südasien und Ostasien. Doch heute sind die Menschenaffen bedroht.

Die Orang-Utans spielen mit alten Autoreifen, verstecken sich in Bäumen oder kuscheln mit Menschen. Mittendrin ist auch der kleine Wanto.

Die Orang-Utans spielen mit alten Autoreifen, verstecken sich in Bäumen oder kuscheln mit Menschen. Mittendrin ist auch der kleine Wanto.

Der zwei Jahre alte Menschenaffe und die anderen Orang-Utans toben aber nicht durch die freie Natur. Sie leben in Indonesien in Asien in einer besonderen Art Heim, einer sogenannten Auffangstation.

Diese riesigen Stationen sind für die Affen ziemlich wichtig. Dort kommen die Tiere nämlich unter, wenn sie in der Natur keinen ausreichend großen Platz zum Leben finden. Zum Beispiel wenn viele Bäume gefällt werden.

In den Auffangstationen lernen die Affen von Tier-Fachleuten, wie sie in der Natur überleben können. Dafür geht der junge Wanto sogar zur Waldschule. Dort lernt er, was ein Menschenaffe in der Wildnis wissen muss. Also zum Beispiel wie er ein Nest baut, Nahrung findet oder Gefahren erkennt.

Sehr lange werden Wanto und die anderen etwa 580 Orang-Utans allerdings nicht mehr in der Auffangstation leben können. Die indonesische Regierung hat angeordnet, dass die Orang-Utans in der Wildnis leben sollen. Spätestens in etwa fünf Jahren sollen alle Auffangstationen des Landes schließen.

Tierschützer suchen deswegen nach Gebieten, in denen die Affen gut leben könnten. Das ist nicht einfach. Denn selbst wenn es in bestimmten Regionen bislang genug Nahrung gibt, muss sichergestellt werden, dass die Bäume dort nicht irgendwann gefällt werden.

Wenn der kleine Wanto aber doch schon bald in die Wildnis kommt, käme er dort wahrscheinlich ganz gut zurecht. Das glaubt zumindest der stellvertretende Direktor der Auffangstation. Wanto sei ein guter Schüler, sagt der Tier-Fachmann.

Orang-Utans sind bedroht

Vor langer Zeit lebten eine Menge Orang-Utans in ganz Südasien und Ostasien. Doch heute sind die Menschenaffen bedroht.

Mittlerweile gibt es sie nur noch auf der indonesischen Inseln Sumatra und auf der Insel Borneo. Die Regierung Indonesiens schätzt, dass es dort insgesamt nur noch etwa 60 000 Orang-Utans gibt. Vor 35 Jahren sollen es noch fast doppelt so viele gewesen sein - also 120 000.

Dass es heute weniger Orang-Utans gibt, hat verschiedene Gründe. So werden beispielsweise in den Regenwäldern viele Bäume gefällt. Dadurch finden viele Menschenaffen nicht mehr genug Orte, an denen sie gut leben und Nahrung finden können. Außerdem werden ganz junge Tiere gefangen und als Haustiere gehalten.

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