Schüler aus Japan machen Abitur in Köln

Große Freude und feierlicher Moment: Die Zeugnisvergabe

Sie haben es geschafft! 35 Schüler aus Japan haben in Köln ihr Abitur bestanden. Sie mussten das Land in Asien vorsichtshalber für eine Weile verlassen, nachdem dort ein Erdbeben und eine Flutwelle schwere Schäden in einem Atomkraftwerk angerichtet hatten.

Die Gymnasiasten der Deutschen Schule in Tokio haben sieben Wochen lang in Köln gebüffelt. Eine Schule hatte sie aufgenommen, die Stadt hatte ihnen Zimmer in einem Gästehaus freigemacht. Am Freitag war Abschlussfeier. Es ging sehr festlich zu, zwei Schülerinnen trugen sogar einen Kimono - ein traditionelles japanisches Gewand.

Die Schüler sind doppelt erleichtert. Dass sie ihr Abi gepackt haben und dass sie nun endlich wieder nach Japan zurück dürfen. "Ich habe meine Leute in Japan sehr vermisst", sagt Kai Schindelbauer. Er will schon am Montag nach Tokio abfliegen. Auch Cathrin Marxer ist froh, dass alles überstanden ist. Die Halbjapanerin hatte zwischendurch auch mal Heimweh. "Nach zwei Monaten ohne meine Familie und Freunde freue ich mich total auf Japan."

Bei ihrer Abschlussfeier mussten sich die Schüler jede Menge Reden anhören. Weil es so außergewöhnlich ist, dass eine Abiturklasse 10 000 Kilometer weit von Japan nach Köln fliegt, kamen auch einige Politiker. Das Zeugnis überreichte die Schulministerin von Nordrhein-Westfalen, Sylvia Löhrmann.

Fast alle fanden die Zeit in Köln anstrengend, aber auch toll. "Das war Stress pur, aber auch echt lustig", sagt Sumin Streit. "Wir haben den Kölner Dom besichtigt, den Rhein gesehen. Köln ist eine schöne Stadt, von der ich vorher nichts wusste." Jetzt überlegt er sogar, ob er hier später Sport studieren soll.

Deutsche Schule DSTY

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