Wie man am schnellsten einen Bus zieht

Eine Auswahl vom Team "Die zehn Zwerge" vor ihrem Trainingsgegenstand: ein Bus.

Was für ein komischer Wettbewerb: Es gewinnt die Mannschaft, die am schnellsten einen Reisebus zieht. Am Sonntag steigt in Niedersachsen die deutsche Meisterschaft im Bus-Pulling. Pulling ist Englisch und heißt ziehen.

Was für ein komischer Wettbewerb: Es gewinnt die Mannschaft, die am schnellsten einen Reisebus zieht. Am Sonntag steigt in Niedersachsen die deutsche Meisterschaft im Bus-Pulling. Pulling ist Englisch und heißt ziehen.

Fünf Leute müssen einen Bus mit einem Seil 30 Meter weit schleppen, also ein paar Meter weiter als ein Tennisplatz lang ist. Im letzten Jahr gewann das Team "Die zehn Zwerge". Die Mannschaft will jetzt ihren Titel verteidigen. Dazu gehört auch der 32 Jahre alte Thomas Reese aus Bollingstedt in Schleswig-Holstein. Er erklärt, worauf es beim Ziehen ankommt.

Wie kommt Ihre Mannschaft zu dem Namen "Die zehn Zwerge"?

Thomas Reese: "Weil wir alles andere sind als Zwerge. Keiner von uns ist kleiner als 1,85 Meter. Und die Männer wiegen im Schnitt 130 Kilo."

Worauf kommt es beim Bus-Ziehen an?

Thomas Reese: "Um einen Reisebus richtig in Schwung zu bringen, braucht man neben viel Körpergewicht auch ordentlich Kraft - in den Beinen und Armen, aber auch im Rücken. Außerdem tragen wir Schuhe mit griffiger Sohle. So können wir uns besser abdrücken."

Hilft eine gute Technik beim Ziehen?

Thomas Reese: "Unbedingt! Alle müssen genau gleichzeitig loslegen. Am Anfang ziehen wir rückwärts, wie beim Tauziehen, bis der Bus in Bewegung kommt. Wenn er dann erstmal rollt, drehen wir uns schnell um und laufen nach vorn. Unser Rekord für 30 Meter liegt unter 17 Sekunden."

Trainieren Sie regelmäßig?

Thomas Reese: "Na klar, wir wollen doch unseren Titel verteidigen. Seit Februar üben wir zweimal pro Woche eine Stunde, mit einem echten Bus. Übrigens ist Bus-Pulling nicht nur was für Männer: Wir haben auch ein Frauen-Team, die Schneewittchen's."

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