Schnecken surfen auf Algen nach Neuseeland

Kleine Schnecken hängen sich an Seetangpflanzen und driften dann mit ihnen hunderte Kilometer weit.

Schnecken sind eher gemütliche Tiere. Wenn sie kriechen, kommen sie nicht schnell vorwärts. Was aber, wenn sie surfen? Einige Schnecken sollen so mehrere hundert Kilometern geschafft haben.

Und zwar im Meer.

Dafür haben sich die Tierchen auf schwimmende Algen geheftet. Und sind dann damit losgedriftet. Das haben Wissenschaftler in Neuseeland herausgefunden. Das Land liegt von Deutschland aus betrachtet etwa auf der anderen Seite der Weltkugel.

An den Stränden Neuseelands fanden die Forscher Seetang mit den Schnecken drauf. Die Experten schauten sich die Tiere genauer an.

Dabei stellten sie fest, dass die Schnecken ihren Verwandten auf Inseln fast 400 Kilometer weiter im Süden sehr ähnelten. Die Forscher sagen, dass die Schnecken von dort aus losgesurft sein müssen. 400 Kilometer - das ist ungefähr so weit wie von Hamburg nach Köln.

 Aber nicht nur Schnecken haben den Seetang als Surfbrett benutzt: auch Muscheln und kleine Asseln waren wohl so unterwegs. Für die Reise brauchten die Tierchen etwa zwischen 20 und 40 Tagen.

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