Schlecht für Wale: Zuviel Krach im Meer

Wale können Lärm im Wasser überhaupt nicht haben.

Schiffe brummen, Maschinen rammen Fundamente für Windräder in den Boden... Unter Wasser ist es manchmal ziemlich laut. Wir bekommen davon kaum etwas mit, aber empfindliche Tiere wie Wale stört der Radau ganz gewaltig.

Sie orientieren sich mit so etwas wie Echos: Sie geben Schallwellen ab, die im Wasser weitergeleitet werden. Trifft der Schall auf ein Hindernis, wird er zurückgeworfen. Das ist etwa so wie bei einem Echo in den Bergen.

Die Tiere nehmen dieses Schall-Echo wahr und können daraus ableiten, wie tief das Meer ist oder ob irgendwo etwas im Weg herumsteht. Wenn allerdings unter Wasser viel Lärm und Aufregung herrscht, kann das Wale total durcheinanderbringen und ihren Orientierungssinn sogar kaputt machen.

"Wale, deren Gehör durch Lärm gestört oder dauerhaft geschädigt wird, sind zum Tode verurteilt, weil sie sich nicht mehr orientieren können", sagt Harald Benke. Er ist Chef des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund in Norddeutschland. Viele Fachleute sagen, der Lärm könnte ein Grund sein, warum immer wieder Tiere am Ufer stranden und sterben.

Was kann man dagegen tun? Um diese und andere Fragen geht es auf einer großen Konferenz in Stralsund in Mecklenburg-Vorpommern von Montag bis Mittwoch. Walforscher aus mehr als 30 Ländern treffen sich zur Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für Walforschung. Dann wollen sie unter anderem neue Ideen vorstellen, wie man den Krach bei Bauarbeiten im Meer dämpfen kann.

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