Scheiben schleudern - Frisbee ist ein Turniersport

Faszinierend! Wenn Julia Krause die Frisbee dreht, scheint sie zu schweben!

Frisbee? Das ist doch diese Plastikscheibe, die durch die Luft saust. Die Scheiben sind oft in Parks oder am Strand zu sehen. Dort werfen sich Leute die Teile gern locker zu.

Was aber nicht so bekannt ist: Frisbee ist auch ein richtiger Sport, mit Regeln und Turnieren!

Ganz wichtig dabei - schnell sein. Das sagt Julia aus Löhne in Nordrhein-Westfalen, die Frisbee in einer Mannschaft spielt. Denn wenn die Scheibe durch die Luft saust, müssen die Spieler losflitzen. Und sie müssen im richtigen Moment hoch in die Luft springen, um sie zu fangen. Wenn sie die Frisbee haben, dürfen die Spieler nicht weiterlaufen. Sie suchen sich dann einen Mannschafts-Kumpel, dem sie die Scheibe zuwerfen können.

Frisbee-Junioren-WM-Website: www.wjuc2010.de

Deutscher Friseesport-Verband: www.frisbeesportverband.de

Julia war eigentlich eine begeisterte Fußballerin. Die 17-Jährige sagt aber: "Da wird hinter dem Rücken des Schiris rumgefoult, ich fand das unmöglich." Beim Frisbee kriegt oft nicht nur die beste Mannschaft einen Pokal, sondern auch die fairste. Also das Team, das sich super an die Regeln gehalten und den Gegner gut behandelt hat.

"Fiese Fouls gibt es beim Frisbee nicht", behauptet der 13-jährige Tim aus Münster in Nordrhein-Westfalen. Auch er findet das super wichtig. Tim hat schon als 8-Jähriger mit Frisbee als Mannschaftssport angefangen. Sein Papa hat es ihm gezeigt. Inzwischen spielt er mit Gleichaltrigen in einem Team.

Das macht er richtig gut. In diesem Sommer spielte er in einer deutschen Jugendauswahl. Und wie! Die deutschen Jungs, die nicht älter als 17 Jahre waren, wurden Europameister.

Julia war auch bei dem Turnier in der süddeutschen Stadt Heilbronn dabei, gewann aber nicht. "Aber beim Frisbee geht es auch gar nicht so ums Gewinnen, sondern am Spaß zusammen", sagt sie. Am Ende eines Turniers feiern meist alle Spieler gemeinsam. Julia erzählt: "Du lernst ganz viele neue Leute kennen, das ist immer wieder nett."

Mit Kuchenblechen geworfen

Heute sausen Frisbee-Scheiben durch die Luft, doch früher sollen Leute mal Kuchenbleche durch die Gegend geschleudert haben. Mitarbeiter der amerikanischen Bäckerei Frisbie sollen sich die leeren Bleche zugeworfen haben. Das ist zumindest eine Geschichte darüber, wie der Sport entstanden ist.

Manche erzählen aber auch, dass Leute die Deckel einer Kuchenverpackung als Frisbee benutzten. Die Bäckerei transportierte ihr Gebäck in runden Metalldosen. Die Werfer sollen laut "Frisbie!" gerufen haben, um andere Leute vor den Geschossen zu warnen.

Vor etwa 50 Jahren sollen dann die ersten Plastikspielzeuge gebaut und mit dem Namen Frisbee verkauft worden sein.

Ein Sport ohne Schiri

Wusstest du, dass Frisbee auch bei Turnieren ohne Schiedsrichter gespielt wird? Sogar bei Wettbewerben mit Mannschaften aus aller Welt gibt es keinen Schiri.

Wenn Spieler von zwei Teams aneinanderrasseln, ruft der gefoulte Spieler: "Foul!" Dann ist das Spiel unterbrochen, alle Spieler müssen stehen bleiben. Die Spieler beider Mannschaften reden miteinander. Wenn der Gegner das Foul eingesteht, kriegt der gefoulte Spieler die Scheibe. Wenn sie sich nicht einigen, geht die Scheibe zurück zum letzten Abwurf.

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