Schatzkammer der Geschichte: Die Grube Messel

Müllhalde? Von wegen! In den Ölschieferplatten von Messel wird nach Fossilien gesucht.

Urpferdchen und Krokodile, Fledermäuse und faustgroße Ameisen - von ihnen wurden schon versteinerte Überreste in der Grube Messel im Bundesland Hessen entdeckt. Warum gibt es eigentlich genau da so viele Fossilien?

Vor Millionen Jahren entstand die Grube bei einem Vulkanausbruch. Der Krater füllte sich mit Wasser und nach und nach mit Schuttmassen. Algen setzten sich als Faulschlamm ab. So wurde der See vermutlich für viele Tiere zur tödlichen Falle. Manche fielen hinein, ertranken oder vergifteten sich mit Algenwasser. Die Körper versanken im schlammigen Grund, wo sie versteinerten.

Deshalb ist die Grube heute ein wahres Schatzkästchen! Witzigerweise sind sogar die Frisuren mancher Urtiere noch erkennbar. Das hängt damit zusammen, dass kaum Luft an sie herankam - dadurch zersetzten sich die Haare nicht. Sogar Mägen wurden gefunden, die mit der letzten Mahlzeit der Tiere gefüllt waren.

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