Mit 60 Sachen in die Kurve legen

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Millimeterarbeit: Auf der Strecke muss Julian aufpassen, damit er die kleinen Hütchen nicht umfährt, sonst gibt es eine Strafe. Foto: Privat

Geschwindigkeit. Die liebt Julian Meyer am meisten. Mindestens ein Mal pro Woche schlüpft der Neunjährige daher in seinen blauen Rennanzug, setzt seinen Helm auf und legt los – Runde um Runde in seinem schicken gelben Kart.

Seit zwei Jahren hat den Schüler die Begeisterung fürs Kartfahren gepackt. Im „Motor-Sport-Club Espenau-Vellmar im ADAC“ trainiert er seither regelmäßig für Turniere.

An denen darf Julian teilnehmen, seit er acht Jahre alt ist. Seither ist er zahlreiche Rennen gefahren und hat dabei unzählige Pokale gewonnen. Erst kürzlich verpasste er außerdem nur ganz knapp die Qualifikation für die Endläufe zur Deutschen Meisterschaft. Die will er nun im nächsten Jahr mit seinem Kart packen.

Bis zu 60 Kilometer pro Stunde schafft das Vierrad des Nachwuchsfahrers. Für Julian ist das trotz seines jungen Alters kein Problem. Denn während viele ältere Kinder und Jugendliche nicht einmal ansatzweise so schnell unterwegs sind, hat Julian trotz der Geschwindigkeit mit den Parcours beim Kart-Slalom keine Probleme.

Diese Parcours sind mit sogenannten Pylonen, kleinen rot-weißen Hütchen, abgesteckt, die bestimmte Figuren markieren. Die muss der Neunjährige allerdings immer wieder anders kombinieren. Gewonnen hat Julian, wenn er die vorgeschriebene Strecke schneller als seine Gegner durchfährt. Wirft er allerdings eines der gestreiften Hütchen um, gibt es zwei Strafsekunden – und dann wird es am Ende gegen die Konkurrenz womöglich richtig eng.

Absolute Konzentration, gute Technik, viel Training und auch Kondition sind daher notwendig, um beim Jugend-Kart-Slalom erfolgreich zu sein, erklärt Julian. Für ihn ist das jedoch kein Problem. Denn auch wenn dem Mini-Rennfahrer der Sport einiges abverlangt, möchte er nichts anderes mehr machen. Immerhin, verrät der Neunjährige, lässt ihn das Kartfahren auch immer ein bisschen von der Formel-1-Welt träumen.  Zum Video

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