Der Retter alter Apfelsorten

Eckart im Apfelglück: Obstbauer Eckart Brandt hat mehr als 200 alte Apfelsorten auf seiner Plantage!

Schon mal was vom "Finkenwerder Herbstprinz" gehört? Nein? Kein Wunder! Das sind alte Apfelsorten, die in Deutschland nahezu verschwunden sind. Aber Obstbauer Eckart Brandt ist der Retter der Apfelvielfalt.

Einfach nur fade - so findet Eckart Brandt moderne Äpfel wie wir sie aus vielen Supermärkten kennen. Aber alte Apfelsorten, die fast verschwunden sind, die bringen ihn so richtig zum Schwärmen: Sie schmecken unendlich süß oder nach Bittermandel, Himbeere oder Banane, sagt er. Die Sorten tragen so interessante Namen wie "Finkenwerder Herbstprinz", "Martini" oder "Seestermüher Zitronenapfel".

Und Obstbauer Eckart Brandt tut etwas dafür, dass die alten Sorten bei uns nicht aussterben: Er pflanzt sie auf einer großen Plantage im Bundesland Niedersachsen an. Rund 200 solcher alter Apfelsorten besitzt er. Eckart Brandt ist ein kräftiger Mann mit rotblond-gelocktem Haar und Bart. In einem blauen Arbeitsanzug und Gummistiefeln geht der 60-Jährige über die große Plantage. Momentan ist Erntezeit, sie dauert noch bis etwa Ende Oktober. Die Früchte und Jungbäume verkauft er auf Wochenmärkten und über das Internet.

Und was ist nun an den alten Apfelsorten anders als an den modernen? Manche Bäume sind viel größer, deshalb brauchen sie auch mehr Platz. Und die Äpfel von Eckart Brandt sind auch nicht immer perfekt geformt und knackig. "Im Supermarkt sehen viele Äpfel aus wie völlig gleichfabrizierte rote Plastikkugeln", meint er. "Bei den alten Apfelsorten gibt es wunderbare Farben und Formen, Musterungen und Marmorierungen", erzählt er begeistert.

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