Restaurieren erfordert Fingerspitzengefühl

Geschickt und sehr, sehr vorsichtig: Eine Restauratorin reinigt eine wertvolle alte Maske.

Einfach Kleber drauf und fertig? Nein, das geht bei alten und wertvollen Masken oft nicht! Beim Restaurieren ist Fingerspitzengefühl gefragt. Oft muss man vorsichtig ausprobieren.

"Wir können nicht einfach irgendeinen Klebstoff nehmen, und die abgeplatzten Farbsplitter wieder ankleben", erklärt Fachfrau Mira Dallige-Smith. "Die Masken dürfen durch den Leim nicht beschädigt werden."

Viele Klebestoffe enthalten zum Beispiel Wasser. Das kann die Farbschichten auflösen - wie Farben im Tuschkasten. Manchmal quillt auch das Holz, so dass sogar heile Stellen absplittern. Das soll aber nicht passieren. Deswegen wird alles genau getestet, was mit den Masken in Berührung kommt.

Eine Möglichkeit ist zum Beispiel eine Art Modell. Das bauen die Fachleute so, dass es ähnlich wie die Original-Maske ist. Das ist sehr praktisch. Denn an einem Modell kann man dann verschiedene Reinigungsmittel und Klebstoffe ausprobieren.

Häufig nimmt eine Mitarbeiterin auch winzige Proben von Masken. Unter dem Mikroskop lassen sich die Farbschichten genau erforschen. So sehen die Fachleute, welche Schichten es auf der Maske gibt. Dann können sie entscheiden, wie sie die Maske am besten restaurieren.

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