Reporter: Manchmal ein gefährlicher Job

Tausende Menschen demonstrieren in Ägypten. Sie wollen vor allem, dass der Präsident des Landes sein Amt aufgibt und zurücktritt.

In Ägypten demonstrieren tausende Menschen: Sie fordern, dass der Präsident des Landes zurücktritt. Die Anhänger des Präsidenten versuchen, die friedlichen Proteste aufzuhalten.

Sie schlagen auf die Demonstranten ein. Als Reporter in so einem Fall mittendrin zu sein, ist ein gefährlicher Job. Manchmal werden auch die Journalisten mit Steinen beworfen oder werden zusammengeschlagen.

Hier erfährst du, wie Journalisten in Krisengebieten arbeiten.

Warum gehen Reporter in Länder, in denen es gefährlich zugeht?

Es gehört zum Beruf der Journalisten, auch über Missstände zu berichten. Es gibt viele Länder, in denen Menschen etwa bedroht oder verhaftet werden, weil sie zum Beispiel gegen die Regierung des Landes sind. "Journalisten fahren dann hin, um Licht ins Dunkel zu bringen. Sie wollen der Welt zeigen, wie es den Menschen dort geht oder welche Probleme sie haben", sagt eine Fachfrau. Sie arbeitet für die Organisation Reporter ohne Grenzen.

Wie können sich Reporter in Krisengebieten schützen?

Schon vor der Abreise sollten sie sich sehr genau über das Land informieren. Sie sollten zum Beispiel wissen, wo die besonders gefährlichen Regionen sind. Oder wie man eine Genehmigung bekommt, um mit seinem Team Kameraaufnahmen machen zu dürfen. Wichtig ist auch, dass die Reporter schon vorher Kontakte ins Land aufbauen: Wenn sie die Sprache des Landes nicht beherrschen, brauchen sie zum Beispiel einen Übersetzer. Wenn sie dann erst mal im Land sind, sollten sie sich möglichst unauffällig verhalten.

Wie kommen die Reporter an Infos heran?

Da sind die Journalisten oft auf ein Netzwerk an Leuten angewiesen. Zum Beispiel auf einen Mitarbeiter, der weiß, wie man an Interviewpartner kommt. Wenn es Internet gibt, können sie auch in Netzwerken wie Facebook schauen, wie die Bevölkerung über ein bestimmtes Thema denkt. Die Journalisten schauen sich auch an, was zum Beispiel die Zeitungen oder Fernsehsender in dem Land berichten. Und sie gehen natürlich auch auf die Straße und befragen die Leute - da müssen sie aber aufpassen, dass es nicht zu gefährlich ist. Letztlich müssen sie auch abwägen, wem sie glauben und wem nicht.

Gibt es Unterschiede zwischen Zeitungsreportern und Fernsehreportern?

Ja. Ein Zeitungsjournalist kann etwas unauffälliger arbeiten. Er kann zum Beispiel auf einem kleinen Block notieren, was ihm jemand auf der Straße erzählt. Reporter vom Fernsehen sind dagegen oft als größeres Team unterwegs. Und sie tragen eine Kamera mit sich herum, um Bilder zu filmen. Das kann natürlich auffälliger sein.

Wie versuchen Gegner, Journalisten an ihrer Arbeit zu hindern?

"Da gibt es ganz verschiedene Möglichkeiten", meint die Expertin. Manchmal werden die Reporter etwa am Telefon bedroht. Manche werden auch kurzzeitig entführt oder verhaftet - und manchmal passiert es auch, dass sie ermordet werden. Die Gegner wollen die Journalisten einschüchtern und verhindern, dass sie über Missstände berichten.

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