Raumfähre hebt zum letzten Mal ins All ab

Time to say goodbye!

Eine Abschiedstour kennt man sonst zum Beispiel von Sängern oder Politikern. Dann reisen sie noch mal durch die Gegend, bevor sie mit dem Job aufhören. Zu einer Abschiedstour ist in der Nacht zum Freitag auch die amerikanische Raumfähre Discovery gestartet.

Zum letzten Mal sauste die Raumfähre in den Weltraum. Ihr Ziel: Die Internationale Raumstation ISS.

Wenn die Raumfähre in ein paar Tagen wieder auf der Erde landet, geht für die amerikanische Raumfahrt eine wichtige Epoche zu Ende. Die Zeit der Raumfähren oder "Space Shuttles" ist vorbei und die Discovery kommt ins Museum.

Der Grund ist ganz einfach: Die Raumfähren sind zu alt. Die Discovery fliegt seit 27 Jahren immer wieder in den Weltraum. Wenn man ihre vielen Flüge zusammenrechnet, war sie ein ganzes Jahr im All unterwegs. Aber nach jedem Einsatz musste mehr an ihr repariert werden. Dieses Mal war es besonders nervig. Vier Monate hat es gedauert, bis die Discovery endlich wieder fit genug für den Start war.

Dafür gibt es aber etwas ganz Besonderes an Bord: Es fliegen nicht nur sechs Astronauten mit, sondern auch ein Roboter. Er heißt Robonaut 2 und sieht ein bisschen aus wie ein Motorradfahrer: mit Schutzhelm und Handschuhen. Nur Beine hat er nicht. Der Oberkörper samt Kopf und Armen soll auf der ISS einfach festgeschraubt werden. In Experimenten soll der Roboter zeigen, wie er in der Schwerelosigkeit klarkommt und ob er Astronauten helfen kann.

Ganz zu Ende ist das Zeitalter der Shuttles aber noch nicht. Im Sommer soll noch einmal die "Atlantis" abheben, aber dann ist endgültig Schluss. Die US-Raumfahrtbehörde NASA arbeitet aber schon länger an einem neuen Raumschiff: der "Orion". Das kann aber wohl erst in einigen Jahren abheben.

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