Ratzeputz weg: Hyänen lassen nicht viel übrig

Na, was gibt es jetzt zu mampfen?!

So einen schlechten Ruf haben nur wenige Tiere: Hyänen gelten als feige, fiese Aasfresser. Viele Menschen glauben, dass Hyänen nur die Reste von anderen Tieren fressen. Aber das stimmt so nicht.

"Hyänen sind geschickte Jäger und sehr clever", sagt Sabine Haas vom Zoo in Gelsenkirchen in Nordrhein-Westfalen. Es ist sogar eher so, dass die Hyänen ein Tier erlegen. Und dann kommen Löwen und fressen diese Beute, erklärt die Expertin. Wer ist da wohl faul - die Hyänen oder die Löwen?

Wenn es Nacht wird über der Ebene - der Savanne -, der Halbwüste oder dem Gebirge in Afrika, machen sich die Hyänen auf die Jagd. Die Tiere mit den großen Augen und Ohren und dem geschmeidigen Gang sind nicht allein unterwegs. Sie ziehen in großen Gruppen los.

Tüpfelhyänen sind zum Beispiel schon mal in Clans von 80 Tieren auf der Jagd. Da hat die Beute keine Chance: "Auf einmal ist der Pulk da und hat den Überraschungseffekt auf seiner Seite", erzählt eine Tierpflegerin vom Zoo. Dazu sind die Hyänen auch noch sehr schnell und können lange Strecken mit 40 bis 50 Stundenkilometern rennen. So schnell fahren Autos in der Stadt.

Hyänen springen ihre Beute meist von hinten an. Oft suchen sie sich junge oder alte gebrechliche Tiere aus. "Wie bei allen Jagdtieren nehmen sie die, die sie am leichtesten kriegen können", sagt Sabine Haas.

Wenn sie ein Zebra, ein Gnu oder eine Antilope erwischt haben, zeigen sie keine Gnade: Sie fressen ihre Beute bei lebendigem Leib auf. "Hyänen haben das stärkste Gebiss von allen Säugetieren im Vergleich zu ihrer Körpergröße", sagt Sabine Haas. Knochen, Haare - Hyänen verputzen alles.

Weil sie dann begeistert und aufgeregt sind, lachen sie ihr typisches Lachen. Und das ist ziemlich dumm: Denn damit locken sie den Löwen an und der verjagt sie dann oft von ihrer Beute. Die Hyänen hocken dann drum herum und müssen warten, bis der Löwe fertig ist. Aber zum Glück bleibt immer noch was übrig. Die Hyänen mampfen schließlich auch Teile weg, die der Löwe nicht mag.

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