Was ist Radioaktivität?

Strahlen sieht man nicht! So sieht das vom Curie entdeckte Element Polonium aus.

Einige chemische Elemente haben eine faszinierende Eigenschaft: Sie wandeln sich ganz von selbst in andere Elemente um. Dabei gibt der Atomkern Energie ab - man sagt, das Element strahlt.

Uran ist solch ein strahlendes Element. Es kommt in der Natur vor und zerfällt im Laufe vieler Millionen Jahre in andere Elemente, die wiederum strahlen und weiter zerfallen. Marie Curie nannte die Strahlen Radioaktivität.

Marie und Pierre Curie haben schon damals erkannt, dass radioaktive Strahlen sehr stark sein können. Sie können sogar durch Mauern dringen. Marie und Pierre waren davon überzeugt, dass die Strahlen helfen würden, schwere Krankheiten wie Krebs zu heilen.

Tatsächlich werden heute radioaktive Elemente zur Behandlung verschiedener Krankheiten eingesetzt - allerdings nur ganz bestimmte Strahlen und auch die nur kontrolliert. Denn wer zu viel Strahlung abbekommt, kann Krebs bekommen.

Man nutzt die große Energie, die bei der Spaltung von Atomkernen entsteht, auch um daraus Strom zu gewinnen. Sie kann aber auch viel Schaden anrichten: Vor 25 Jahren kam es zu einem schweren Unfall in einem Atomkraftwerk in Osteuropa. Menschen wurden krank und starben. Die Region rund um das Kraftwerk ist bis heute radioaktiv verseucht.

Radioaktive Elemente sind auch deshalb sehr umstritten, weil man damit Atombomben bauen kann. Und die können richtig viel Zerstörung bringen.

Deutsches Historisches Museum

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