Puuuh, wer stinkt da so?

Klein, aber oho! Wer diese Tierchen ärgert, sollte sich die Nase zuhalten!

Schweißfüße - igitt! Die können widerlich stinken. Und so ähnlich sollen auch bestimmte Insekten riechen, die sich gerade in der Stadt Washington in den USA breitmachen: Stinkwanzen.

Sie sind bräunlich bis graugelb, etwa einen Zentimeter groß - und manche Leute finden sie oft schon allein wegen ihrer langen Fühler ekelig: Stinkwanzen. Doch das ist nichts gegen ihren abscheulichen Gestank! In riesigen Mengen suchen die Insekten diesen Herbst die Stadt Washington und einige Bundesstaaten in den USA heim. Sie sitzen auf Fensterbänken, an Holzfassaden, in Zimmern - ach, eigentlich überall.

Wenn man es ganz genau nimmt, heißen die Tiere übrigens Marmorierte Baumwanzen. Aber viele Leute nennen sie einfach Stinkwanzen. Denn: Wer sie einfach totschlägt, hat ein Problem: Sie verbreiten einen widerlichen Geruch. Der soll an Schweißfüße erinnern, meinen manche Leute.

Und wo kommen die Tierchen her? Sie suchen Schutz vor der Kälte. Denn die Nächte werden kühler - und für die Stinkwanzen ist es Zeit, sich einen Unterschlupf zum Überwintern zu suchen. Das ärgert natürlich die Bewohner der Häuser und Wohnungen. Doch die sind nicht die einzigen, die sich aufregen: Auch Landwirte fluchen wegen der Insekten. Denn sie haben Schäden auf Feldern und Plantagen angerichtet. Egal ob etwa Bäume oder Obst, nichts ist vor den hungrigen Sechsbeinern sicher.

Die Experten rätseln, warum es dieses Jahr so irre viele von den Marmorierten Baumwanzen gibt. Eine Erklärung könnte zum Beispiel sein, dass die Tiere in den USA so gut wie keine natürlichen Feinde haben, also nicht gefressen werden. So können sie sich eifrig vermehren. Ursprünglich kommen die Marmorierten Baumwanzen übrigens aus Asien.

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